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♥ Silberkraft Kollektion

Ratten & Mäuse vertreiben

Schlagfallen, Köderstationen, Lebendfallen und Abwehrspray: Hier findest du Mittel gegen Mäuse und Ratten in Haus, Keller und Garten. Welches Mittel zu deinem Fall passt, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

21 Produkte
Kauf-Ratgeber Mäuse & Ratten

Mäuse und Ratten loswerden: So gehst du richtig vor

Ob Kotkrümel in der Küche, Kratzen in der Decke oder eine Ratte am Kompost: Entscheidend sind die richtige Bestimmung, genug Fallen direkt an den Laufwegen und dichte Eintrittsstellen. Hier findest du die Schnellwahl, alle Methoden im Vergleich, die wichtigsten Arten und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Mäuse- und Ratten-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Kot und Nagespuren in Küche oder Vorratsschrank

Mehrere Mausefallen an die Wand

Vorräte und Tierfutter in dicht schließende Dosen umfüllen, Krümel und Abfälle sofort beseitigen. Mäuse fressen an vielen Stellen jeweils nur ein wenig und entfernen sich oft nur wenige Meter vom Nest. Stell deshalb mehrere Schlagfallen direkt an die Wand, genau dort, wo du Kot oder Nagespuren findest, und kontrolliere sie täglich.

Kratzen und Rascheln in Wand, Decke oder Dachboden

Erst bestimmen, dann handeln

Hausmäuse nisten gern in Dämmung, Zwischendecken und Kabelschächten – Styroporkrümel am Boden sind ein typischer Hinweis. Stell Fallen an die Stellen, an denen die Tiere aus der Wand kommen. Laute, keckernde Geräusche nachts unter dem Dach und Tiere mit buschigem Schwanz deuten dagegen auf Siebenschläfer hin. Sie sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen werden.

Ratte im Keller, im Hof oder an der Mülltonne

Rattenfalle in verschlossener Station

Ratten sind sehr misstrauisch gegenüber allem Neuen. Stell eine Station mit Rattenfalle direkt an den Laufweg an der Wand und biete den Köder zuerst ein paar Tage an, ohne die Falle zu spannen. Abfälle in verschlossene Tonnen, Futterreste wegräumen. Sind mehrere Ratten unterwegs oder ist eine Ratte im Haus, hol dir einen Schädlingsbekämpfer.

Ratten im Garten, am Kompost oder Vogelhaus

Futterquellen abstellen, Station aufstellen

Ratten fressen vor allem Getreide, Obst und Gemüse. Gib keine Essensreste auf den Kompost, streu Vogel- und Hühnerfutter nur so viel aus, dass nichts am Boden liegen bleibt, und räum es abends weg. An den Laufwegen hilft eine verschlossene Station mit Rattenfalle – Kinder und Haustiere kommen nicht an den Mechanismus.

Du möchtest Mäuse nicht töten

Abdichten, Lebendfalle mit häufiger Kontrolle

Am wichtigsten ist, Eintrittsstellen zu schließen und Futter wegzuräumen. Eine Lebendfalle musst du alle paar Stunden kontrollieren, sonst verdursten oder unterkühlen die Tiere. Gefangene Mäuse sind stark gestresst – lass sie an einem geschützten Ort mit Unterschlupf frei. Ein Abwehrspray kann Mäuse an behandelten Stellen kurzfristig fernhalten, ersetzt aber keine Bekämpfung.

Gänge im Beet, angefressene Wurzeln und Blumenzwiebeln

Eher Wühlmaus als Hausmaus

Wühlmäuse leben fast nur unterirdisch im Garten und haben einen deutlich kürzeren Schwanz als Hausmäuse. Was gegen sie hilft, findest du auf unserer Seite Wühlmäuse vertreiben. Erdhügel ohne angefressene Pflanzen stammen eher vom Maulwurf, der besonders geschützt ist.

Alle Methoden im Vergleich

Ohne Futter und Unterschlupf keine Mäuse und Ratten: Abdichten und Aufräumen gehören immer dazu. Gefangen werden die Tiere am zuverlässigsten mit passenden Schlagfallen direkt an ihren Laufwegen.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Futter entziehen und abdichten Ohne Nahrung und Schlupfwinkel siedeln sich keine Nager an, und neue Tiere kommen nicht nach. Immer – vor, während und nach der Bekämpfung Mäuse passen durch Öffnungen von 6 mm. Lücken mit Metallgitter, Lochblech oder Stahlwolle schließen – Bauschaum allein nagen sie durch. An Stromleitungen kein Metall, sondern harten Brandschutzmörtel. Löcher im Hausinneren erst nach der Bekämpfung schließen.
Schlagfalle Ein starker Bügel tötet das Tier sofort, wenn Größe und Schlagkraft passen. Erste Wahl gegen Mäuse und einzelne Ratten im und am Haus Mausefalle für Mäuse, Rattenfalle für Ratten. Direkt an die Wand auf den Laufweg stellen, möglichst in einer Station oder einem Tunnel, damit das Tier gerade hineinläuft. Täglich kontrollieren.
Station mit Schlagfalle Die Falle sitzt in einer verschließbaren Box; Kinder und größere Haustiere kommen nicht an den Mechanismus. Garten, Keller, Garage und Haushalte mit Kindern oder Haustieren Neue Kunststoffboxen riechen anfangs nach Plastik und werden deshalb oft nicht sofort angenommen. Mit Schlüssel verschließen und täglich nach Fängen sehen.
Lebendfalle Eine Klappe schließt sich hinter dem Tier, es bleibt unverletzt. Einzelne Mäuse, wenn du sie nicht töten möchtest Alle paar Stunden kontrollieren, sonst verdursten oder unterkühlen die Tiere. Ausgesetzte Mäuse überleben oft nicht lange – an einem geschützten Ort mit Unterschlupf freilassen. Bei Ratten wenig gebräuchlich.
Abwehrspray (Geraniol) Der Geruch soll Mäuse von behandelten Stellen fernhalten. Ergänzend an Eintrittsstellen, in Gartenhaus oder Garage Hält Mäuse eher kurzfristig fern und ersetzt keine Bekämpfung. In der ersten Woche alle zwei Tage, danach wöchentlich sprühen. Nicht auf Lebensmittel sprühen.
Ultraschallgerät Wechselnde hohe Töne sollen Nager aus dem Raum vertreiben. Allenfalls ergänzend in geschlossenen Räumen Eine verlässliche Wirkung gegen Mäuse und Ratten ist wissenschaftlich nicht belegt, die Tiere gewöhnen sich oft daran. Kann Heimtiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster stören.
Giftköder (Rodentizide) Blutgerinnungshemmer wirken erst nach einigen Tagen; jedes Tier muss selbst genug davon fressen. Nur bei festgestelltem Befall Viele Mittel dürfen nur Profis mit Sachkunde einsetzen. Als Privatperson nur Köder verwenden, die laut Etikett für dich zugelassen sind – nur im Haus und direkt am Gebäude, immer in einer verschlossenen Köderbox, nie vorbeugend dauerhaft. Tote Tiere suchen und entsorgen.
Schädlingsbekämpfer Profis finden versteckte Nester und Baue und dürfen Mittel einsetzen, die Privatpersonen nicht verwenden dürfen. Ratten im Haus, mehrere Ratten, Hausratten oder ein Befall, der immer wiederkommt In manchen Städten und Gemeinden muss ein Rattenbefall gemeldet werden – frag im Zweifel beim Ordnungs- oder Gesundheitsamt nach. Als Mieter informierst du deinen Vermieter.

Fortpflanzung und Lebensweise: Warum aus wenigen Tieren schnell viele werden

Querschnitt einer Wand: Hausmaus mit nackten Jungtieren in einem Nest aus Papier- und Dämmresten hinter der Fußleiste, davor Mäusekot auf dem Boden
Querschnitt einer Wand: Hausmaus mit nackten Jungtieren in einem Nest aus Papier- und Dämmresten hinter der Fußleiste, davor Mäusekot auf dem Boden

Mäuse und Ratten vermehren sich schnell und leben versteckt. Wer ihre Gewohnheiten kennt, stellt Fallen an die richtigen Stellen – und weiß, warum man nicht zu früh aufhören darf.

  • Viel Nachwuchs: Eine Hausmaus bekommt nach rund drei Wochen Tragzeit 4 bis 8 Junge, bis zu sechsmal im Jahr. Im Freien vermehren sich Hausmäuse vor allem vom Frühjahr bis in den Spätherbst, in warmen Gebäuden das ganze Jahr.
  • Ratten das ganze Jahr: Wanderratten pflanzen sich ganzjährig fort, besonders in beheizten Gebäuden: im Schnitt 5 bis 6 Würfe mit etwa 8 Jungen pro Jahr. Die Jungen sind nach rund zwei Monaten selbst fortpflanzungsfähig.
  • Im Herbst ins Haus: Hausmäuse leben im Sommer oft draußen und ziehen ab dem Herbst verstärkt in Gebäude. Auch Wanderratten suchen im Winter meist Schutz in Kellern, Schuppen und Ställen.
  • Feste Laufwege: Mäuse und Ratten laufen im Schutz von Wänden, Kisten und Möbeln und markieren ihre Wege mit Urin. Hausmäuse klettern sehr gut und befallen auch Regale, Zwischendecken und Kabelschächte. Oft entfernen sie sich nur 3 bis 5 Meter vom Nest.
  • Neugier und Misstrauen: Mäuse sind neugierig, verlieren aber schnell das Interesse an Fallen, die immer am selben Platz stehen. Ratten meiden neue Gegenstände dagegen oft einige Tage – deshalb Fallen zuerst ungespannt mit Köder anbieten.

Daraus folgt: viele Fallen direkt an den Laufwegen, Futter wegräumen, Eintrittsstellen schließen – und nach dem letzten Anzeichen noch zwei bis drei Wochen weitermachen, denn einzelne Tiere oder Nestlinge sorgen sonst für neuen Befall.

Maus, Ratte oder etwas anderes?

Im Haus sind meist Hausmaus oder Wanderratte die Ursache. Spitzmäuse und Siebenschläfer sehen ähnlich aus, sind aber besonders geschützt – im Zweifel lass das Tier anhand eines Fotos bestimmen.

Hausmaus (Mus musculus domesticus) von der Seite
Hausmaus (Mus musculus domesticus) von der Seite

Hausmaus

Mus musculus domesticus

Größe
Körper 7–11 cm, Schwanz etwa gleich lang; 16–25 g
Erkennungs­merkmal
Grau bis graubraun, Bauch nur wenig heller. Spitze Schnauze, große Ohren, langer, fast nackter Schwanz. Kot 3–5 mm, an den Enden spitz
Vorkommen
Küche, Vorratsräume, Keller, Dämmung und Zwischendecken; ab Herbst vermehrt im Haus

Was tun? Futter wegschließen, mehrere Schlagfallen direkt an der Wand bei den Spuren aufstellen und Öffnungen ab 6 mm schließen.

Steckbrief im Lexikon →
Wanderratte (Rattus norvegicus) von der Seite
Wanderratte (Rattus norvegicus) von der Seite

Wanderratte

Rattus norvegicus

Größe
Körper 18–30 cm, Schwanz kürzer (14–21 cm); 170–400 g
Erkennungs­merkmal
Kräftig, graubraun, Bauch grauweiß. Stumpfe Schnauze, kleine runde Ohren. Kot bis etwa 2 cm lang, an den Enden abgerundet, oft gehäuft
Vorkommen
Keller, Kanalisation, Hof, Garten, Kompost und Ställe; Erdbaue mit mindestens zwei Ausgängen

Was tun? Futterquellen abstellen, Rattenfalle in einer verschlossenen Station an den Laufweg stellen. Bei Ratten im Haus oder mehreren Tieren zum Schädlingsbekämpfer.

Steckbrief im Lexikon →
Hausratte (Rattus rattus) von der Seite
Hausratte (Rattus rattus) von der Seite

Hausratte

Rattus rattus

Größe
Körper um 20 cm, Schwanz länger als der Körper; 175–200 g
Erkennungs­merkmal
Schlank und hochbeinig, dunkelgrau bis schwärzlich. Spitze Schnauze, große dünne Ohren. Kot 7–12 mm, schlank und an beiden Enden spitz
Vorkommen
Dachböden, obere Stockwerke, trockene Lager und Ställe; in Deutschland heute selten

Was tun? Hausratten klettern ausgezeichnet und sind schwer zu bekämpfen – hol dir einen Schädlingsbekämpfer.

Steckbrief im Lexikon →
Spitzmaus (Soricidae) von der Seite
Spitzmaus (Soricidae) von der Seite
Besonders geschützt

Spitzmäuse

Soricidae

Größe
Körper 6–9 cm; 4–15 g
Erkennungs­merkmal
Lange, rüsselartig spitze Schnauze, winzige Augen, kurze Ohren. Keine Nagetiere, sondern Insektenfresser mit Moschusgeruch
Vorkommen
Gärten, Wiesen, Komposthaufen; im Winter auch Schuppen, Gartenhäuser und Keller

Was tun? Nicht fangen oder töten. Fallen und Köder entfernen, damit keine Spitzmaus hineingerät, und Öffnungen verschließen. Bei Problemen hilft die Naturschutzbehörde.

Steckbrief im Lexikon →
Siebenschläfer (Glis glis) von der Seite
Siebenschläfer (Glis glis) von der Seite
Besonders geschützt

Siebenschläfer

Glis glis

Größe
Körper 12–19 cm, Schwanz 11–16 cm
Erkennungs­merkmal
Silbergrau, Bauch weiß, große dunkle Augen mit dunklem Ring. Buschiger, behaarter Schwanz – bei Mäusen und Ratten ist er fast nackt
Vorkommen
Dachböden, Zwischendecken und Kabelschächte; nachts oft laut keckernd, von Herbst bis Frühjahr im Winterschlaf

Was tun? Nicht selbst fangen oder vertreiben. Wende dich an die untere Naturschutzbehörde – meist ist nur ein genehmigter Lebendfang mit Umsiedlung möglich.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten Mäuse und Ratten loswerden

  1. Schritt 1: Spuren lesen und Tier bestimmen

    Mäusekot ist 3–5 mm lang und spitz, Rattenkot bis etwa 2 cm und abgerundet. Achte auch auf Nagespuren, dunkle Schmierspuren an Wänden und Geräusche. Rüsselnase oder buschiger Schwanz? Dann ist es eine geschützte Art – nicht bekämpfen.

  2. Schritt 2: Futter und Unterschlupf entziehen

    Lebensmittel und Tierfutter in dicht schließende Behälter, Abfälle in verschlossene Tonnen. Kein Vogel- oder Hühnerfutter am Boden liegen lassen, keine Essensreste auf den Kompost.

  3. Schritt 3: Fallen richtig aufstellen

    Passende Falle für Maus oder Ratte, möglichst in einer Station, direkt an die Wand auf den Laufweg. Bei Mäusen mehrere Fallen im Abstand von wenigen Metern, bei Ratten zuerst ein paar Tage ungespannt anbieten. Als Köder eignet sich, was die Tiere gerade fressen, etwa Haferflocken, Nüsse oder Nuss-Nougat-Creme.

  4. Schritt 4: Täglich kontrollieren und dranbleiben

    Fänge mit Handschuhen in einem Beutel entsorgen, Fallen gelegentlich umstellen. Alten Kot entfernen, damit du neue Spuren erkennst – vorher anfeuchten, nicht trocken fegen. Nach dem letzten Anzeichen noch zwei bis drei Wochen weitermachen.

  5. Schritt 5: Abdichten und vorbeugen

    Öffnungen ab 6 mm verschließen, Türbürsten anbringen, Lüftungen und Kellerfenster vergittern. Kommen die Tiere trotzdem wieder oder sind Ratten im Haus, hilft ein Schädlingsbekämpfer.

Merksätze

  • Erst bestimmen: Spitzmäuse und Siebenschläfer sind besonders geschützt.
  • Futter weg und Löcher zu – sonst kommen immer neue Tiere nach.
  • Lieber viele Fallen direkt an der Wand als wenige mitten im Raum.
  • Nach dem letzten Fang noch zwei bis drei Wochen weitermachen.
  • Klebefallen und Stromschlagfallen sind verboten.
  • Giftköder nie vorbeugend und nie offen auslegen.

Häufige Fragen zu Mäusen und Ratten

Was hilft am besten gegen Mäuse im Haus?

Am wirksamsten ist es, den Mäusen Futter und Unterschlupf zu nehmen: Lebensmittel und Tierfutter mäusesicher verschließen, Krümel und Abfälle sofort beseitigen und Eintrittsstellen abdichten. Zum Fangen sind passend große Schlagfallen in einer Station oder einem Tunnel am besten geeignet. Weil Mäuse an vielen Stellen jeweils nur wenig fressen, stellst du mehrere Fallen direkt an die Wand, dort wo du Spuren findest, und kontrollierst sie täglich.

Zu welcher Jahreszeit kommen Mäuse ins Haus?

Vor allem im Herbst. Hausmäuse leben im Sommer oft im Freien und ziehen ab dem Herbst verstärkt in Gebäude, wenn es draußen kälter wird und weniger Nahrung gibt. Auch Wanderratten suchen im Winter meist Schutz in Kellern, Schuppen und Ställen. Der Spätsommer ist deshalb ein guter Zeitpunkt, Eintrittsstellen zu kontrollieren und abzudichten.

Wann bekommen Mäuse Junge?

Im Freien vor allem vom Frühjahr bis in den Spätherbst, in warmen Gebäuden das ganze Jahr. Nach rund drei Wochen Tragzeit kommen 4 bis 8 nackte, blinde Junge zur Welt, und das bis zu sechsmal im Jahr. Deshalb kann aus wenigen Mäusen in kurzer Zeit ein großer Befall werden.

Maus oder Ratte – wie unterscheide ich sie?

Eine ausgewachsene Hausmaus ist mit 7 bis 11 cm Körperlänge und 16 bis 25 g deutlich kleiner als eine Wanderratte mit 18 bis 30 cm und 170 bis 400 g. Junge Wanderratten erkennst du an der stumpfen Schnauze und den kleinen, runden Ohren – Hausmäuse haben eine spitze Schnauze und große Ohren. Auch der Kot hilft: Mäusekot ist 3 bis 5 mm lang und spitz, Rattenkot bis etwa 2 cm lang und an den Enden abgerundet.

Wie sieht Rattenkot aus – und ist er gefährlich?

Rattenkot ist meist 7 bis 20 mm lang, 3 bis 7 mm dick und an den Enden abgerundet. Er liegt oft gehäuft an Futterplätzen und in Ecken. Ratten und Mäuse können über Kot und Urin Krankheitserreger verbreiten. Fass Kot nie mit bloßen Händen an, feuchte ihn vor dem Entfernen an, statt ihn trocken aufzufegen, und entsorge angefressene oder verschmutzte Lebensmittel komplett.

Welche Rattenfalle ist die richtige?

Eine kräftige Schlagfalle in Rattengröße, am besten in einer verschließbaren Station. So läuft die Ratte gerade auf den Bügel zu, und Kinder oder Haustiere kommen nicht an den Mechanismus. Stell die Station direkt an die Wand auf den Laufweg und biete den Köder zuerst ein paar Tage an, ohne die Falle zu spannen – Ratten sind sehr misstrauisch gegenüber Neuem. Als Köder eignen sich zum Beispiel Brot, Haferflocken oder Nuss-Nougat-Creme.

Was tun, wenn eine Ratte in der Schlagfalle noch lebt?

Das passiert, wenn die Falle zu klein oder zu schwach ist oder das Tier schräg hineinläuft. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Versuche es nicht selbst, sondern ruf einen Schädlingsbekämpfer oder Tierarzt. Damit es gar nicht erst dazu kommt, nimmst du eine Rattenfalle mit hoher Schlagkraft in einer Station, die das Tier gerade auf den Bügel lenkt, und kontrollierst sie täglich.

Darf ich Giftköder selbst auslegen?

Nur Köder, die laut Etikett für Privatpersonen zugelassen sind – viele Mittel dürfen nur Profis mit Sachkunde verwenden. Du darfst sie nur bei einem festgestellten Befall einsetzen, nur im Haus oder direkt am Gebäude und immer in einer verschlossenen, stabilen Köderbox, nie offen oder in Pappschachteln. Giftköder vorbeugend das ganze Jahr auszulegen ist nicht erlaubt. Die Tiere sterben erst nach einigen Tagen; suche tote Tiere und entsorge sie, denn Katzen oder Greifvögel können sich daran vergiften.

Wie werde ich Mäuse los, ohne sie zu töten?

Das Wichtigste ist, Eintrittsstellen zu schließen und alle Futterquellen zu entfernen. Lebendfallen fangen die Tiere unverletzt, müssen aber alle paar Stunden kontrolliert werden. Gefangene Mäuse sind stark gestresst und überleben in fremder Umgebung oft nicht lange – lass sie an einem geschützten Ort mit Unterschlupf frei. Abwehrsprays und Ultraschallgeräte halten Mäuse allenfalls kurzfristig fern; eine verlässliche Wirkung ist für Ultraschall nicht belegt.

Wie dichte ich mein Haus gegen Mäuse und Ratten ab?

Mäuse passen schon durch Öffnungen von etwa 6 mm. Verschließe Lücken an Rohr- und Kabeldurchführungen, Türen und Kellerfenstern mit Metallgitter, Lochblech oder Stahlwolle – Bauschaum allein nagen sie einfach durch. Rund um Stromleitungen nimmst du wegen Kurzschlussgefahr kein Metall, sondern harten Brandschutzmörtel. Türbürsten, Gitter vor Lüftungsöffnungen und Klettersperren an Fallrohren halten die Tiere zusätzlich ab. Löcher im Hausinneren schließt du erst, wenn die Mäuse bekämpft sind, sonst nagen sie sich an anderer Stelle durch.

Können Mäuse und Ratten Krankheiten übertragen?

Ja. Hausmäuse und Ratten verunreinigen Lebensmittel mit Kot und Urin und können so zum Beispiel Salmonellen verbreiten. Ratten übertragen unter anderem Leptospiren, Mäuse tragen häufig Flöhe und Milben. Das Hantavirus wird bei uns vor allem von der Rötelmaus ausgeschieden, einer Wühlmausart. Beim Ausräumen lange ungenutzter Schuppen, Gartenhäuser oder Keller trägst du deshalb Handschuhe und eine Atemschutzmaske und feuchtest Staub und Kot vorher an.

Muss ich einen Rattenbefall melden oder einen Kammerjäger holen?

In manchen Städten und Gemeinden muss ein Rattenbefall gemeldet werden – frag im Zweifel beim Ordnungs- oder Gesundheitsamt nach. Als Mieter informierst du deinen Vermieter. Einen Schädlingsbekämpfer solltest du holen, wenn Ratten im Haus sind, wenn du mehrere Tiere siehst, bei Hausratten oder wenn der Befall trotz Fallen immer wiederkommt. Profis finden versteckte Baue und dürfen Mittel einsetzen, die Privatpersonen nicht verwenden dürfen.

Spitzmaus, Siebenschläfer oder Maus – was darf ich bekämpfen?

Hausmäuse und Ratten darfst du mit tierschutzgerechten Fallen bekämpfen. Spitzmäuse und Siebenschläfer sind dagegen wie fast alle heimischen Säugetiere besonders geschützt und dürfen ohne Genehmigung weder gefangen noch getötet werden. Spitzmäuse erkennst du an der rüsselartigen Schnauze und den winzigen Augen, Siebenschläfer am buschigen Schwanz. Hast du Probleme mit ihnen, wende dich an die untere Naturschutzbehörde.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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