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Haustierprodukte

Flöhe, Milben oder Zecken bei Hund, Katze, Kleintier, Pferd oder Huhn? Hier findest du Repellents, Umgebungssprays und Pflegeprodukte – welches Produkt zu deinem Tier passt, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

56 Produkte
Ratgeber Haustiere

Haustierprodukte gegen Flöhe, Milben und Zecken: Was dein Tier wirklich braucht

Ob Hund, Katze, Kaninchen, Pferd oder Hühner: Parasiten sitzen nicht nur im Fell, sondern auch in Liegeplätzen, Gehege und Stall. Behandelt wird dein Tier in der Tierarztpraxis. Unsere Produkte helfen bei Vorbeugung, Kontrolle und der Reinigung des Umfelds – Repellents sollen Parasiten fernhalten, Umgebungssprays gehören auf Liegeplätze, nie aufs Tier. Wähl dein Tier in der Schnellwahl, darunter findest du die Produktarten im Vergleich.

Zum Ratgeber Flöhe bei Haustieren →

Schnellwahl: Für welches Tier suchst du etwas?

Hund: Flöhe, Zecken, Grasmilben

Kontrollieren, vorbeugen, Umgebung mitbehandeln

Nach dem Spaziergang suchst du deinen Hund nach Zecken ab und kämmst ihn regelmäßig mit dem Flohkamm durch. Repellent-Sprays sollen Flöhe, Zecken und Grasmilben für einige Stunden fernhalten. Bei einem Befall behandelt die Tierarztpraxis deinen Hund, du kümmerst dich um Hundebett und Wohnung. Alles Weitere auf der Seite Hund.

Katze: Flöhe, Ohrmilben, Grasmilben

Nur katzengeeignete Mittel, Umgebung behandeln

Bei Katzen sind viele Hundemittel tabu, weil Wirkstoffe wie Permethrin für sie lebensgefährlich sind. Flöhe und Ohrmilben behandelt die Tierarztpraxis, Liegeplätze und Teppiche behandelst du mit einem Umgebungsspray. Repellents sprühst du zwischen die Schulterblätter. Alles Weitere auf der Seite Katze.

Pferd: Bremsen, Fliegen, Milben

Repellent vor Ausritt und Weidegang

Repellents auf dem Fell sollen Bremsen und Fliegen fernhalten – gegen Bremsen wirken sie schwächer und kürzer als gegen Mücken, deshalb helfen zusätzlich Fliegendecke, Fliegenmaske und Weidegang am frühen Morgen oder späten Abend. Bei Juckreiz an den Fesseln oder Schuppen klärt die Tierarztpraxis, ob Milben dahinterstecken. Mehr auf den Seiten Pferde und Bremsen.

Hühner und Ziervögel: Rote Vogelmilbe

Erst Stall reinigen, dann behandeln

Rote Vogelmilben sitzen tagsüber in Ritzen und saugen nachts Blut. Den Befall erkennst du mit weißem Klebeband an den Sitzstangen. Misst aus, säubere Kotbretter und Ritzen gründlich und behandle danach Sitzstangen und Gefieder mit einem Repellent – Kopf aussparen. Geht es den Tieren schlecht, frag die Tierarztpraxis. Mehr auf der Seite Milben.

Liegeplätze und Wohnung: Flöhe oder Giardien

Saugen, heiß waschen, Umgebung behandeln

Bei Flöhen und Giardien steckt ein großer Teil des Problems im Umfeld. Sauge Liegeplätze, Teppiche und Polster gründlich, wasch Decken heiß und lass alles trocknen. Gegen Flöhe behandelst du Liegeplätze mit einem Umgebungsspray, bei Giardien mit einem Desinfektionsspray für tiernahe Flächen – beides nie auf das Tier. Mehr unter Flöhe und Giardien.

Welche Produktart wofür?

Haustierprodukte sind nicht gleich: Manche halten Parasiten fern, andere gehören auf Liegeplätze, wieder andere pflegen nur Fell und Haut. Die Behandlung eines Befalls am Tier übernimmt die Tierarztpraxis.

MittelWas es machtWofürDarauf achten
Tierarzneimittel Töten Parasiten auf oder im Tier ab oder halten sie für Wochen fern. Bei Befall mit Flöhen, Milben, Zecken, Würmern oder Giardien Gibt es in der Tierarztpraxis. Nur Mittel für die jeweilige Tierart verwenden – manche Hundemittel sind für Katzen und Kaninchen gefährlich.
Repellent für Fell oder Gefieder Duftstoffe wie Geraniol, Zitroneneukalyptus oder IR3535 sollen Parasiten und Insekten für einige Stunden fernhalten. Vorbeugend vor Spaziergang, Freigang, Ausritt oder Weidegang Tötet keine Parasiten und ersetzt keine Behandlung. Kopf, Augen und Atemwege aussparen, nach Etikett wiederholen.
Umgebungsspray Trifft Flöhe und andere Parasiten auf Liegeplätzen, Teppichen und Polstern. Bei Flohbefall gleichzeitig mit der Behandlung des Tieres Nie auf das Tier sprühen. Tier aus dem Raum bringen, trocknen lassen, lüften.
Desinfektionsspray für tiernahe Flächen Desinfektionswirkstoff für Körbchen, Polster und Teppiche, die sich nicht waschen lassen. Ergänzend bei Giardien, zusätzlich zu Waschen und Reinigen Nicht am Tier anwenden. Materialverträglichkeit vorher prüfen, trocknen lassen.
Flohkamm und Zeckenzange Entfernen Flöhe, Flohkot und Zecken mechanisch. Zum Erkennen eines Befalls, zur Kontrolle und sofort bei jeder Zecke Über einem feuchten, weißen Tuch kämmen. Zecken dicht über der Haut fassen und gerade herausziehen.
Pflegeprodukte (Shampoo, Pflegespray, Salbe) Reinigen und pflegen Fell, Haut, Hufe oder Pfoten. Für die regelmäßige Fellpflege Pflegeprodukte wirken nicht gegen Parasiten und heilen keine Hauterkrankungen. Bei Hautproblemen klärt die Tierarztpraxis die Ursache.

Warum das Umfeld immer mitbehandelt werden muss

Entwicklung des Flohs im Teppich: weiße Eier, borstige Larve, mit Staub getarnter Kokon und erwachsener Floh
Entwicklung des Flohs im Teppich: weiße Eier, borstige Larve, mit Staub getarnter Kokon und erwachsener Floh

Die meisten Parasiten leben nur zeitweise auf dem Tier. Ihr Nachwuchs und ihre Verstecke liegen im Umfeld – von dort kommt die nächste Welle.

  • Flöhe: Eier, Larven und Kokons liegen in Liegeplätzen, Teppichen und Ritzen. Ein Befall endet erst, wenn Tier und Umgebung gleichzeitig behandelt werden.
  • Rote Vogelmilbe: Sie sitzt tagsüber in Ritzen von Stall und Sitzstangen und kommt nur nachts zum Blutsaugen auf die Vögel. Wer nur die Tiere behandelt, erreicht den Großteil nicht.
  • Milben bei Kleintieren: Pelzmilben und ihre Eier stecken auch in Einstreu und Heu. Deshalb gehört zur Behandlung immer ein kompletter Einstreuwechsel.
  • Giardien: Die Zysten werden mit dem Kot ausgeschieden, sind sofort ansteckend und bleiben in feuchter Umgebung wochenlang infektiös.

Daraus folgt: Tier in der Tierarztpraxis behandeln lassen und das Umfeld gleichzeitig reinigen – sonst steckt es sich immer wieder neu an.

Die häufigsten Parasiten bei Haustieren

Diese Parasiten kannst du selbst entdecken. Ohrmilben, Räudemilben, Würmer und Giardien zeigt erst die Untersuchung in der Tierarztpraxis.

Katzenfloh (Ctenocephalides felis) in Seitenansicht mit Wangen- und Nackenkamm
Katzenfloh (Ctenocephalides felis) in Seitenansicht mit Wangen- und Nackenkamm

Katzenfloh

Ctenocephalides felis

Größe
2–3 mm
Erkennungs­merkmal
Dunkelbraun, seitlich abgeflacht, springt; häufigste Flohart bei Katzen und Hunden
Wo zu finden
Fell; Eier und Larven in Liegeplätzen und Teppichen

Was tun? Tierarztpraxis für das Tier, Umgebung gleichzeitig saugen und behandeln.

Steckbrief im Lexikon →
Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus), Weibchen von oben
Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus), Weibchen von oben

Gemeiner Holzbock

Ixodes ricinus

Größe
Weibchen 3–5 mm, vollgesogen bis 12 mm
Erkennungs­merkmal
Acht Beine; Weibchen rotbraun mit dunklem Rückenschild
Wo zu finden
Wälder, Wiesen, Parks und Gärten; am Tier an Kopf, Hals, Achseln

Was tun? Nach jedem Aufenthalt im Freien absuchen und sofort entfernen.

Steckbrief im Lexikon →
Larve der Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) von oben, orangerot mit sechs Beinen
Larve der Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) von oben, orangerot mit sechs Beinen

Herbstmilbe (Larve)

Neotrombicula autumnalis

Größe
0,2–0,3 mm
Erkennungs­merkmal
Leuchtend orangerote Pünktchen mit sechs Beinen
Wo zu finden
Wiesen und Gärten, Hochsommer bis Herbst; am Tier an Pfoten, Ohrrändern, Bauch

Was tun? Repellent vor dem Freigang; bei Krusten in die Tierarztpraxis.

Steckbrief im Lexikon →
Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) von oben, rot vollgesogen mit acht Beinen
Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) von oben, rot vollgesogen mit acht Beinen

Rote Vogelmilbe

Dermanyssus gallinae

Größe
0,6–1 mm
Erkennungs­merkmal
Langoval; nüchtern grauweiß, nach dem Blutsaugen rot bis fast schwarz
Wo zu finden
Ritzen in Hühnerställen, Taubenschlägen und Volieren

Was tun? Stall ausmisten und Ritzen säubern, dann Sitzstangen und Tiere mit Repellent behandeln.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten zu einem parasitenfreien Haustier

  1. Schritt 1: Regelmäßig kontrollieren

    Kämme und bürste dein Tier regelmäßig, such es nach dem Freigang ab und achte auf Kratzen, Schuppen, kahle Stellen und Kot.

  2. Schritt 2: Tierarztpraxis einbeziehen

    Bei Befall oder Hautveränderungen klärt die Tierarztpraxis die Ursache und behandelt dein Tier mit einem passenden Tierarzneimittel.

  3. Schritt 3: Umfeld reinigen

    Sauge Liegeplätze, wasch Decken heiß, wechsle Einstreu oder miste den Stall aus und lass alles gut trocknen.

  4. Schritt 4: Umfeld gezielt behandeln

    Gegen Flöhe ein Umgebungsspray, bei Giardien ein Desinfektionsspray für tiernahe Flächen, im Hühnerstall die Ritzen – immer nach Etikett und nie direkt aufs Tier, wenn es nicht dafür gedacht ist.

  5. Schritt 5: Vorbeugen

    Vor Spaziergang, Freigang oder Weidegang kann ein Repellent helfen. Neue Tiere vor dem Zusammensetzen untersuchen lassen.

Merksätze

  • Das Tier behandelt die Tierarztpraxis, das Umfeld behandelst du.
  • Repellents halten Parasiten nur für Stunden fern und töten sie nicht.
  • Umgebungssprays gehören auf Liegeplätze, nie auf das Tier.
  • Hundemittel nie bei Katzen oder Kleintieren ohne tierärztlichen Rat.
  • Pflegeprodukte reinigen und pflegen – gegen Parasiten wirken sie nicht.

Häufige Fragen zu Haustierprodukten

Sind eure Floh- und Milbensprays Tierarzneimittel?

Nein. Unsere Sprays für Fell und Gefieder sind Repellents, also Biozidprodukte, die Parasiten fernhalten sollen. Sie töten keine Parasiten auf oder in der Haut und ersetzen bei einem Befall keine Behandlung. Tierarzneimittel gibt es in der Tierarztpraxis.

Was ist der Unterschied zwischen Repellent und Umgebungsspray?

Ein Repellent wird laut Gebrauchsanweisung auf Fell oder Gefieder gesprüht und soll Parasiten für einige Stunden fernhalten. Ein Umgebungsspray behandelt Liegeplätze, Teppiche und Polster und wird nie auf das Tier gesprüht. Beide ersetzen bei Flöhen keine Behandlung durch die Tierarztpraxis, sie ergänzen sie.

Kann ich ein Hundeprodukt auch bei meiner Katze verwenden?

Nur, wenn es ausdrücklich für Katzen geeignet ist. Viele Floh- und Zeckenmittel für Hunde enthalten Permethrin, das für Katzen lebensgefährlich ist. Bei Kaninchen und Meerschweinchen sind ebenfalls nicht alle Wirkstoffe verträglich. Im Zweifel fragst du in der Tierarztpraxis.

Wie oft muss ich ein Repellent anwenden?

Das steht in der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Produkts. Repellents wirken über den Duft und lassen nach einigen Stunden nach, manche laut Produktangabe bis zu 24 Stunden. Vor jedem Spaziergang, Freigang oder Ausritt in der Hauptsaison erneut anwenden. Kopf, Augen und Atemwege immer aussparen.

Helfen Pflegesprays oder Shampoos gegen Parasiten?

Nein. Shampoos, Pflegesprays und Salben reinigen und pflegen Fell, Haut, Hufe oder Pfoten. Gegen Flöhe, Milben oder Zecken wirken sie nicht, und Hauterkrankungen heilen sie nicht. Beim Waschen und Bürsten fallen dir Parasiten und Hautveränderungen aber früh auf.

Wann muss ich mit meinem Tier in die Tierarztpraxis?

Bei Krusten, kahlen oder entzündeten Stellen, starkem Juckreiz, Kopfschütteln, Belägen im Ohr, Durchfall, Gewichtsverlust oder wenn dein Tier schlecht frisst. Auch einen Floh- oder Milbenbefall lässt du dort behandeln. Für junge, alte, trächtige oder kranke Tiere gilt das besonders.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Unsere Sprays sind keine Tierarzneimittel – die Behandlung deines Tieres übernimmt die Tierarztpraxis.

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