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Stinkwanzen bekämpfen & loswerden - Mittel gegen Stinkwanzen

Spray, Abdichten oder Einfangen: Hier findest du Mittel und Tipps gegen Stinkwanzen an Fenstern, Fassade und in der Wohnung. Was in deinem Fall hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

7 Produkte
Kauf-Ratgeber Stinkwanzen

Stinkwanzen loswerden: Was hilft wirklich?

Stinkwanzen sind lästig, aber für dich ungefährlich. Am meisten bringt es, sie im Herbst gar nicht erst ins Haus zu lassen: Eintrittsstellen sichern, mit einem Duftstoff fernhalten und einzelne Tiere vorsichtig nach draußen bringen. Hier findest du die Schnellwahl, alle Methoden im Vergleich, die häufigsten Arten und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Stinkwanzen-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Einzelne Stinkwanze in der Wohnung

Einfangen – nicht zerdrücken

Ein Glas über die Wanze stülpen, ein Stück Pappe darunterschieben und das Tier draußen freilassen. Zerdrückst du sie, gibt sie ihr übel riechendes Abwehrsekret ab.

Viele Wanzen im Rollladenkasten oder auf dem Dachboden

Absammeln und Verstecke behandeln

Die Tiere mit Handschuhen absammeln oder abkehren. Danach Verstecke und Hohlräume, in denen die Wanzen überwintern, mit dem Stinkwanzenspray ausspritzen.

Wanzen an Obst, Beeren, Paprika oder Tomaten

Absammeln und Einnetzen

Die Marmorierte Baumwanze saugt an Früchten und kann Flecken und Verformungen verursachen. Wanzen, Larven und Eigelege an der Blattunterseite absammeln und empfindliche Kulturen rechtzeitig mit engmaschigen Netzen schützen. Heimische Arten richten kaum Schäden an.

Vorbeugen, bevor der Herbst kommt

Fliegengitter und Abdichten

Ab dem Spätsommer Fliegengitter an Fenstern und Türen anbringen sowie Risse, Spalten und Kabeldurchführungen abdichten. Rollladenkästen und Lüftungsöffnungen prüfen – dort schlüpfen die Wanzen besonders gern hinein.

Alle Methoden im Vergleich

Stinkwanzen schaden weder dir noch deiner Wohnung. Deshalb stehen Fernhalten, Abdichten und vorsichtiges Einsammeln an erster Stelle. Insektizide sind nur in Ausnahmefällen nötig.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Einfangen und Absammeln Wanzen mit Glas und Pappe einfangen oder mit Handschuhen absammeln bzw. abkehren und draußen freilassen. Einzelne Tiere in der Wohnung, Ansammlungen an Fassade und Fenstern Nicht zerdrücken und nicht mit bloßen Händen anfassen – sonst gibt es Geruch.
Absaugen Größere Ansammlungen mit dem Staubsauger aufnehmen. Rollladenkasten, Dachboden, Fensterbank Beutel danach sofort verschlossen entsorgen – das Gerät kann sonst den Geruch annehmen.
Duftstoff-Repellent (Geraniol) Der Geruch ist für Stinkwanzen unangenehm, sie meiden behandelte Stellen. Wirkt vertreibend, ohne Nervenwirkung. Fensterrahmen, Türschwellen, Rollladenkästen, Verstecke und Hohlräume Aus etwa 30 cm sprühen, trocknen lassen und bei Bedarf wiederholen. Enthält Geraniol – kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Fliegengitter und Abdichten Mechanische Barriere: Die Wanzen kommen gar nicht erst ins Haus. Fenster, Türen, Lüftungsöffnungen, Risse und Spalten Am besten vor dem Herbst erledigen, wenn die Wanzen ihr Winterquartier suchen.
Fallen Lockstoff- oder Lichtfallen ziehen Wanzen an. Befall beobachten Bei der Marmorierten Baumwanze bisher nur teilweise erfolgreich – kein Ersatz für Abdichten und Fernhalten.
Einnetzen im Garten Engmaschige Netze halten Wanzen von Früchten fern. Obst, Beeren, Paprika, Tomaten Rechtzeitig vor der Fruchtreife anbringen. Wirkt nur teilweise – zusätzlich absammeln.
Kontakt-Insektizid Wirkt auf die Tiere, die direkt getroffen werden. Nur bei sehr starker Belästigung im Gebäude Meist nicht nötig, da Stinkwanzen harmlos sind. Nur Mittel verwenden, deren Etikett diese Anwendung abdeckt, und die Sicherheitshinweise einhalten.

Warum Stinkwanzen im Herbst ins Haus kommen

Sonnige Hausfassade mit Fenster und Rollladenkasten, an der sich mehrere Marmorierte Baumwanzen im Herbst sammeln
Sonnige Hausfassade mit Fenster und Rollladenkasten, an der sich mehrere Marmorierte Baumwanzen im Herbst sammeln

Den Sommer verbringen Stinkwanzen auf Bäumen, Sträuchern und Gemüsepflanzen. Im Herbst suchen die erwachsenen Tiere einen geschützten Platz zum Überwintern – und landen dabei an Hauswänden, Fenstern und in Rollladenkästen.

  • Überwinterung: Ab Ende September suchen die erwachsenen Wanzen trockene, geschützte Winterquartiere. Sie sammeln sich gern an sonnigen Fassaden und Fenstern. Im Frühjahr werden sie ab etwa 10 °C wieder aktiv und fliegen nach draußen.
  • Stinkdrüsen: Werden die Tiere gestört oder zerdrückt, geben sie ein Abwehrsekret mit unangenehm süßlichem Geruch ab. Es haftet hartnäckig an Stoffen.
  • Entwicklung: Die Eier liegen in Gruppen auf der Unterseite von Blättern, bei der Marmorierten Baumwanze 20 bis 30 Stück je Gelege. Die Larven häuten sich fünfmal, ein Puppenstadium gibt es nicht. In Mitteleuropa entsteht meist eine Generation pro Jahr.
  • Ungefährlich: Stinkwanzen saugen Pflanzensaft. Sie sind keine Parasiten, übertragen keine Krankheiten und legen ihre Eier auf Pflanzen im Freien – nicht in der Wohnung.

Daraus folgt: Der beste Schutz ist, die Eintrittsstellen vor dem Herbst zu sichern.

Welche Wanze ist das?

Diese fünf Wanzen begegnen dir im Herbst an Haus und Garten am häufigsten. Nicht jede ist eine Baumwanze – aber alle geben bei Störung ein unangenehm riechendes Sekret ab.

Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) von oben
Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) von oben

Marmorierte Baumwanze

Halyomorpha halys

Größe
ca. 15 mm
Erkennungs­merkmal
Braungrau marmoriert, schwarz-weiß gestreifte Fühler und schwarz-weiß gemusterte Seitenränder am Hinterleib
Vorkommen
Obstbäume, Ziergehölze, Gemüse; überwintert in Häusern und Gartenhütten

Was tun? Aus Asien eingeschleppt und im Herbst oft in großer Zahl an Häusern. Eintrittsstellen sichern, im Garten absammeln.

Steckbrief im Lexikon →
Grüne Stinkwanze (Palomena prasina) von oben
Grüne Stinkwanze (Palomena prasina) von oben

Grüne Stinkwanze

Palomena prasina

Größe
12–15 mm
Erkennungs­merkmal
Im Sommer hellgrün, zum Herbst hin bräunlich
Vorkommen
Gärten, Wälder und Wiesen; saugt gern an reifen Beeren

Was tun? Heimisch und harmlos. Einzelne Tiere mit Glas und Pappe nach draußen bringen.

Steckbrief im Lexikon →
Rotbeinige Baumwanze (Pentatoma rufipes) von oben
Rotbeinige Baumwanze (Pentatoma rufipes) von oben

Rotbeinige Baumwanze

Pentatoma rufipes

Größe
13–16 mm
Erkennungs­merkmal
Goldbraun bis schwarz, rotbraune Beine und Fühler, Halsschild mit kräftigen „Schultern“
Vorkommen
Bäume und Büsche, in Obstgärten oft auf Kirschbäumen

Was tun? Im Garten dulden, verirrte Tiere im Haus mit Glas und Pappe nach draußen bringen.

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Amerikanische Kiefernwanze (Leptoglossus occidentalis) von oben
Amerikanische Kiefernwanze (Leptoglossus occidentalis) von oben

Amerikanische Kiefernwanze

Leptoglossus occidentalis

Größe
bis 20 mm
Erkennungs­merkmal
Lang gestreckt, rötlich- bis dunkelbraun, weißes Zickzackband auf den Flügeln, blattartig verbreiterte Hinterbeine
Vorkommen
Kiefern und andere Nadelbäume; sucht im Herbst Winterquartiere in Gebäuden

Was tun? Eine Randwanze, die oft für eine Stinkwanze gehalten wird. Ihr Sekret riecht nach grünem Apfel. Mit Handschuhen absammeln oder abkehren.

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Beerenwanze (Dolycoris baccarum) von oben
Beerenwanze (Dolycoris baccarum) von oben

Beerenwanze

Dolycoris baccarum

Größe
10–12 mm
Erkennungs­merkmal
Graubraun bis schwarz, Flügel oft rötlich, schwarz-weiß geringelte Fühler, hell-dunkel gefleckte Seitenränder
Vorkommen
Viele Pflanzen, besonders Blüten und Früchte von Rosengewächsen

Was tun? Heimisch und leicht mit der Marmorierten Baumwanze zu verwechseln. Im Garten dulden.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten zum wanzenfreien Zuhause

  1. Schritt 1: Wanze bestimmen

    Stinkwanzen haben einen flachen, schildförmigen Körper und saugen nur Pflanzensaft. Findest du kleine, rundliche Wanzen im Bett, handelt es sich eher um Bettwanzen – dann gelten ganz andere Maßnahmen.

  2. Schritt 2: Eintrittsstellen finden

    Beobachte, wo die Wanzen sitzen: Fensterrahmen, Rollladenkästen, Lüftungsöffnungen, Risse im Mauerwerk und Kabeldurchführungen sind typische Schlupflöcher.

  3. Schritt 3: Abdichten und Fliegengitter

    Spalten abdichten und Fliegengitter anbringen – am besten im Spätsommer, bevor die Wanzen ihr Winterquartier suchen.

  4. Schritt 4: Fernhalten

    Fensterrahmen, Türschwellen und Rollladenkästen mit einem Geraniol-Spray behandeln und die Anwendung bei Bedarf wiederholen.

  5. Schritt 5: Einsammeln statt zerdrücken

    Wanzen, die trotzdem ins Haus kommen, mit Glas und Pappe einfangen oder mit Handschuhen absammeln und draußen freilassen.

Merksätze

  • Stinkwanzen sind lästig, aber ungefährlich.
  • Vorbeugen vor dem Herbst bringt am meisten: abdichten, Fliegengitter, fernhalten.
  • Nicht zerdrücken – sonst setzen sie ihr Abwehrsekret frei.
  • Ein Duftstoff-Repellent vertreibt die Wanzen, tötet sie aber nicht.
  • Nicht jede Wanze ist ein Problem: Raubwanzen wie die Zweizähnige Dornwanze fressen andere Insekten.

Häufige Fragen zu Stinkwanzen

Was hilft am besten gegen Stinkwanzen?

Am wirksamsten ist Vorbeugen: Eintrittsstellen abdichten, Fliegengitter anbringen und Fensterrahmen, Türschwellen und Rollladenkästen mit einem Geraniol-Spray behandeln. Wanzen, die trotzdem hereinkommen, mit Glas und Pappe nach draußen bringen.

Sind Stinkwanzen gefährlich?

Nein. Stinkwanzen saugen Pflanzensaft, sind keine Parasiten und übertragen keine Krankheiten. Lästig sind sie wegen ihres Abwehrsekrets, das unangenehm riecht.

Können Stinkwanzen stechen oder beißen?

Stinkwanzen haben einen Saugrüssel für Pflanzensaft und stechen Menschen in der Regel nicht. Von der ähnlich aussehenden Amerikanischen Kiefernwanze ist sehr selten ein schmerzhafter Abwehrstich bekannt. Fass Wanzen deshalb nicht mit bloßen Händen an.

Warum kommen im Herbst so viele Stinkwanzen ins Haus?

Die erwachsenen Wanzen suchen ab Ende September trockene, geschützte Plätze zum Überwintern. Sie sammeln sich an sonnigen Fassaden und schlüpfen durch Ritzen, Rollladenkästen und geöffnete Fenster ins Haus.

Legen Stinkwanzen Eier in der Wohnung?

Nein. Im Haus überwintern nur erwachsene Wanzen. Ihre Eier legen sie im Frühjahr und Sommer in Gruppen auf die Unterseite von Blättern im Freien.

Wie wirkt das Stinkwanzenspray?

Es enthält den Duftstoff Geraniol und wirkt vorwiegend als Repellent: Die Wanzen meiden behandelte Stellen. Eine Nervenwirkung gibt es nicht. Sprühe Eintrittsstellen und Verstecke ein und wiederhole die Anwendung bei Bedarf.

Helfen Stinkwanzen-Fallen?

Fallen fangen einzelne Tiere, bei der Marmorierten Baumwanze waren sie bisher aber nur teilweise erfolgreich. Sie ersetzen nicht das Abdichten und Fernhalten an den Eintrittsstellen.

Wie werde ich den Geruch von Stinkwanzen los?

Gut lüften, betroffene Textilien waschen und Oberflächen abwischen. Damit es gar nicht erst riecht: Wanzen nicht zerdrücken, sondern vorsichtig einfangen.

Schaden Stinkwanzen meinen Pflanzen?

Heimische Arten richten kaum nennenswerte Schäden an. Die eingeschleppte Marmorierte Baumwanze saugt dagegen an Obst und Gemüse wie Äpfeln, Birnen, Paprika und Tomaten. Dabei entstehen Flecken und Verformungen.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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