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Läusemittel

Kopfläuse, Kleiderläuse oder Filzläuse? Hier findest du Läusemittel, Läusekamm und Abwehrspray und erfährst, wie du die Lausarten unterscheidest. Was in deinem Fall zu tun ist, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

4 Produkte
Kauf-Ratgeber Läuse

Welche Läuse sind es – und was hilft?

Hinter „Läusen“ stecken ganz verschiedene Tiere. Beim Menschen leben Kopf-, Kleider- und Filzläuse; am häufigsten sind Kopfläuse bei Kindern. Hunde, Katzen und Vögel haben eigene Läuse, an Pflanzen saugen Pflanzenläuse, und an feuchten Wänden laufen Staubläuse, die gar keine echten Läuse sind. Hier findest du heraus, womit du es zu tun hast und was jeweils hilft. Die Behandlung von Kopfläusen erklären wir Schritt für Schritt auf unserer Seite zu Kopfläusen.

Zum Läuse-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Läuse oder Eier im Kopfhaar

Kopfläuse: behandeln und nach 8–10 Tagen wiederholen

Das sind Kopfläuse, die häufigsten Läuse beim Menschen. Behandelt wird der Kopf: Läusemittel nach Gebrauchsanweisung, nasses Auskämmen mit dem Läusekamm und eine zweite Behandlung nach 8–10 Tagen. Unser Läuseshampoo ist ein Medizinprodukt – Gebrauchsanweisung und Warnhinweise lesen. Solange in Kita oder Schule Läuse auftreten, kann ein Abwehrspray zusätzlich vorbeugen (laut Hersteller ab 3 Jahren). Alles Weitere auf unserer Seite zu Kopfläusen.

Juckende Stiche am Körper, Läuse in Kleidungsnähten

Kleiderläuse: heiß waschen, ärztlich abklären

Kleiderläuse leben in der Kleidung, legen ihre Eier in die Nähte und kommen nur zum Blutsaugen auf die Haut. Kleidung, Bettwäsche und Handtücher bei mindestens 60 °C waschen, Nicht-Waschbares mindestens eine Woche warm und verschlossen lagern. Lass die Stiche ärztlich ansehen, denn Kleiderläuse können Krankheitserreger übertragen.

Starker Juckreiz im Intimbereich

Filzläuse: ärztlich behandeln lassen

Kurze, breite Läuse im Schamhaar, manchmal auch in Bart, Augenbrauen oder Wimpern, sind Filzläuse. Sie werden fast nur bei engem Körperkontakt übertragen. Lass dich ärztlich behandeln und behandle Partnerin oder Partner mit. Bettwäsche und Handtücher bei 60 °C waschen.

Läuse beim Hund, bei der Katze oder beim Vogel

Tierarztpraxis – das sind Tierläuse

Haustiere haben eigene Läuse und Haarlinge, Vögel Federlinge. Sie sind auf ihre Tierart spezialisiert und leben nicht dauerhaft auf Menschen; umgekehrt gehen Menschenläuse nicht auf Tiere über. Bei Befall des Tieres hilft die Tierarztpraxis, Liegeplätze waschen und absaugen.

Läuse an Pflanzen

Pflanzenläuse – eine ganz andere Gruppe

Blattläuse, Wollläuse, Schild- und Schmierläuse saugen Pflanzensaft und gehen nicht auf Menschen oder Haustiere über. Mittel und Tipps findest du in der Kollektion Blattläuse sowie zu Wollläusen und Schildläusen.

Winzige helle Tiere an feuchten Wänden, Büchern oder Vorräten

Staubläuse: Feuchtigkeit senken

Das sind meist Staubläuse. Sie stechen nicht und leben nicht auf Menschen, sondern fressen Schimmelpilze. Sie zeigen zu hohe Luftfeuchtigkeit an, etwa in Neubauten oder nach einem Wasserschaden. Lüften, Heizen, Entfeuchten und Schimmel beseitigen – Läusemittel helfen hier nicht. Mehr im Ratgeber Staubläuse.

Was hilft bei welcher Laus?

Welche Maßnahme passt, hängt von der Lausart ab. Bei Menschenläusen wird der Körper behandelt und die Wäsche heiß gewaschen – ein Spray für die Wohnung brauchst du nicht.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Läusemittel und nasses Auskämmen Das Läusemittel tötet die Läuse am Kopf, der engzinkige Läusekamm holt Läuse und Larven aus dem mit Pflegespülung angefeuchteten Haar. Kopfläuse; bei Filzläusen nach ärztlichem Rat Kein Mittel tötet alle Eier sicher ab: zweite Behandlung nach 8–10 Tagen. Ablauf und Mittel im Vergleich auf unserer Seite zu Kopfläusen.
Läuseabwehrspray (Repellent) Duftstoffe wie Geraniol sollen Läuse davon abhalten, sich im Haar anzusiedeln. Das Spray tötet keine Läuse. Vorbeugend gegen Kopfläuse, solange in Kita oder Schule Läuse auftreten Ersetzt weder Kontrolle noch Behandlung. Unser Spray wirkt laut Hersteller bis zur nächsten Haarwäsche (2–3 Tage) und ist ab 3 Jahren geeignet.
Heiß waschen Hitze tötet Läuse und ihre Eier ab. Getragene Kleidung, Bettwäsche, Handtücher – bei Kleiderläusen die wichtigste Maßnahme Bei mindestens 60 °C waschen, 15 Minuten bei dieser Temperatur reichen.
Verschlossen lagern Ohne Blutmahlzeit sterben Läuse nach einiger Zeit. Mützen, Kissen, Kuscheltiere und Kleidung, die nicht in die Maschine darf In einer verschlossenen Plastiktüte aufbewahren: bei Kopfläusen 3 Tage, bei Kleiderläusen mindestens eine Woche bei über 20 °C.
Ärztliche Behandlung Die Ärztin oder der Arzt sichert die Diagnose und wählt ein passendes Mittel. Filzläuse, Kleiderläuse, Kopfläuse bei Babys, Schwangeren und Stillenden, entzündete Stiche Bei Filzläusen Partnerin oder Partner mitbehandeln.
Läusespray für Textilien Ein Repellent mit Geraniol, das Läuse von besprühten Textilien fernhalten soll. Höchstens für Polster oder Autositze, die sich weder waschen noch verpacken lassen Bei Kopfläusen nicht nötig: Waschen, Verpacken und Absaugen reichen. Das Spray tötet keine Läuse und ersetzt keine Behandlung.
Maßnahmen bei anderen „Läusen“ Tierläuse, Pflanzenläuse und Staubläuse sind andere Tiere mit eigener Lebensweise. Läuse beim Haustier, an Pflanzen oder an feuchten Wänden Haustier: Tierarztpraxis. Pflanzen: Pflanzenschutz und Nützlinge. Staubläuse: Luftfeuchtigkeit senken und Schimmel beseitigen. Läusemittel für Menschen helfen hier nicht.

Was Menschenläuse gemeinsam haben

Kopfläuse am Haar: festgeklebtes Ei dicht an der Kopfhaut, leere Eihülle weiter oben, junge Laus und erwachsene Kopflaus
Kopfläuse am Haar: festgeklebtes Ei dicht an der Kopfhaut, leere Eihülle weiter oben, junge Laus und erwachsene Kopflaus

Kopf-, Kleider- und Filzläuse sind flügellose Blutsauger, die nur auf dem Menschen leben. Ihre Lebensweise erklärt, warum heißes Waschen und eine Kontrolle nach 8–10 Tagen so wichtig sind.

  • Nur auf dem Menschen: Alle drei Arten sind auf den Menschen spezialisiert und vermehren sich nicht auf Haustieren. Sie saugen mehrmals täglich Blut.
  • Festgeklebte Eier: Kopf- und Filzläuse kleben ihre Eier an Haare, Kleiderläuse an die Fasern der Kleidung, vor allem in die Nähte.
  • Neue Generation nach rund drei Wochen: Nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven. Rund drei Wochen nach der Eiablage legt die nächste Generation selbst Eier.
  • Kein Springen, kein Fliegen: Läuse krabbeln über – bei engem Kopf- oder Körperkontakt oder, bei Kleiderläusen, über gemeinsam genutzte Kleidung und Bettzeug.
  • Ohne Wirt begrenzt lebensfähig: Kopfläuse sterben fern vom Kopf meist innerhalb von zwei Tagen, Filzläuse halten höchstens etwa zwei Tage durch. Kleiderläuse überleben in kühler Umgebung bis zu zwei Wochen.

Daraus folgt: Erst bestimmen, welche Laus es ist. Dann am Körper behandeln, Wäsche heiß waschen und nach 8–10 Tagen kontrollieren.

Welche Laus ist das?

Beim Menschen leben drei Lausarten. Sie sind auf den Menschen spezialisiert und gehen nicht auf Haustiere über. Oft verwechselt werden sie mit Staubläusen, die gar keine echten Läuse sind.

Kopflaus (Pediculus humanus capitis) von oben
Kopflaus (Pediculus humanus capitis) von oben

Kopflaus

Pediculus humanus capitis

Größe
2–3 mm
Erkennungs­merkmal
Länglich und flach, grau bis bräunlich, sechs Beine mit Klammerkrallen; ovale Eier kleben fest am Haar nahe der Kopfhaut
Vorkommen
Nur im Kopfhaar, vor allem an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nacken

Was tun? Läusemittel und nasses Auskämmen, zweite Behandlung nach 8–10 Tagen. Alles dazu auf unserer Seite zu Kopfläusen.

Steckbrief im Lexikon →
Kleiderlaus (Pediculus humanus corporis) von oben
Kleiderlaus (Pediculus humanus corporis) von oben

Kleiderlaus

Pediculus humanus corporis

Größe
2,3–4,4 mm
Erkennungs­merkmal
Etwas größer als die Kopflaus, schmutzig-gelb bis graubraun; Weibchen mit eingekerbtem Hinterleibsende
Vorkommen
Kleidung, vor allem in den Nähten, und Bettzeug; sticht am Körper

Was tun? Kleidung und Bettwäsche bei mindestens 60 °C waschen und ärztlich abklären lassen – Kleiderläuse können Krankheitserreger wie Fleckfieber übertragen.

Steckbrief im Lexikon →
Filzlaus (Pthirus pubis) von oben
Filzlaus (Pthirus pubis) von oben

Filzlaus

Pthirus pubis

Größe
1–2,5 mm
Erkennungs­merkmal
Kurz und breit wie eine winzige Krabbe, mittlere und hintere Beine mit kräftigen Klauen
Vorkommen
Vor allem im Schamhaar, seltener in Bart, Augenbrauen oder Wimpern

Was tun? Ärztlich behandeln lassen und Partnerin oder Partner mitbehandeln. Bettwäsche und Handtücher bei 60 °C waschen.

Steckbrief im Lexikon →
Staublaus (Liposcelis) von oben
Staublaus (Liposcelis) von oben

Staublaus

Liposcelis spp.

Größe
1–2,3 mm
Erkennungs­merkmal
Weißlich bis hellbraun, großer Kopf mit langen, dünnen Fühlern; keine echte Laus, sticht nicht
Vorkommen
Feuchte Räume, Neubauten, Schimmel an Wänden, Bücher und Getreidevorräte

Was tun? Luftfeuchtigkeit senken und Schimmel beseitigen – Läusemittel helfen hier nicht.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten gegen Läuse

  1. Schritt 1: Art bestimmen

    Wo sitzen die Tiere? Im Kopfhaar sind es Kopfläuse, in Kleidungsnähten Kleiderläuse, im Schamhaar Filzläuse. Tiere an Pflanzen, auf Haustieren oder an feuchten Wänden sind andere Arten.

  2. Schritt 2: Richtig behandeln

    Kopfläuse mit Läusemittel und nassem Auskämmen behandeln. Filz- und Kleiderläuse ärztlich abklären lassen.

  3. Schritt 3: Wäsche waschen oder verpacken

    Bettwäsche, Handtücher und getragene Kleidung bei mindestens 60 °C waschen. Was nicht in die Maschine darf, in einer Plastiktüte verschlossen lagern: bei Kopfläusen 3 Tage, bei Kleiderläusen mindestens eine Woche.

  4. Schritt 4: Umfeld informieren und kontrollieren

    Familie und enge Kontakte kontrollieren. Bei Kopfläusen Kita oder Schule informieren, bei Filzläusen Partnerin oder Partner mitbehandeln.

  5. Schritt 5: Nach 8–10 Tagen nachsehen

    Aus übersehenen Eiern schlüpfen später noch Larven. Bei Kopfläusen die zweite Behandlung nach 8–10 Tagen nicht vergessen und danach erneut kontrollieren.

Merksätze

  • Beim Menschen gibt es drei Lausarten: Kopf-, Kleider- und Filzlaus.
  • Kopfläuse sind am häufigsten und haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
  • Menschenläuse gehen nicht auf Haustiere über – Tierläuse leben nicht dauerhaft auf Menschen.
  • Läuse springen und fliegen nicht.
  • Wäsche bei mindestens 60 °C waschen, Nicht-Waschbares verschlossen lagern.
  • Staubläuse und Pflanzenläuse sind keine Menschenläuse – Läusemittel helfen dort nicht.

Häufige Fragen zu Läusen

Was hilft gegen Läuse?

Das hängt von der Art ab. Gegen Kopfläuse helfen ein Läusemittel, nasses Auskämmen und eine zweite Behandlung nach 8–10 Tagen – mehr auf unserer Seite zu Kopfläusen. Kleiderläuse wirst du vor allem durch heißes Waschen von Kleidung und Bettzeug los, Filzläuse gehören in ärztliche Behandlung. Läuse bei Haustieren, an Pflanzen und Staubläuse brauchen ganz andere Maßnahmen.

Welche Läuse gibt es beim Menschen?

Drei Arten: Die Kopflaus lebt nur im Kopfhaar und ist die häufigste, vor allem bei Kindern. Die Kleiderlaus lebt in Kleidung und Bettzeug und sticht am Körper. Die Filzlaus sitzt vor allem im Schamhaar. Alle drei saugen Blut und sind auf den Menschen spezialisiert.

Wie erkenne ich, welche Laus ich habe?

Am Fundort: Läuse und festgeklebte Eier im Kopfhaar sind Kopfläuse. Tiere und Eier in den Nähten getragener Kleidung sind Kleiderläuse. Kurze, breite, krabbenähnliche Läuse im Schamhaar, seltener in Bart, Augenbrauen oder Wimpern, sind Filzläuse. Helle Tierchen mit langen Fühlern an Wänden, Büchern oder in Vorräten sind Staubläuse.

Wie lange überleben Läuse ohne Menschen?

Das hängt von der Art ab. Kopfläuse sterben fern vom Kopf meist innerhalb von zwei Tagen, Filzläuse halten höchstens etwa zwei Tage durch. Kleiderläuse überleben in kühler Umgebung bis zu zwei Wochen. Deshalb Kleidung bei Kleiderläusen heiß waschen oder mindestens eine Woche warm und verschlossen lagern.

Was sind Kleiderläuse und wie werde ich sie los?

Kleiderläuse leben in der Kleidung, legen ihre Eier in die Nähte und kommen nur zum Blutsaugen auf die Haut. Sie treten vor allem auf, wenn Kleidung und Bettzeug lange nicht gewechselt werden können. Kleidung und Bettwäsche bei mindestens 60 °C waschen, Nicht-Waschbares mindestens eine Woche warm und verschlossen lagern und ärztlich abklären lassen, denn Kleiderläuse können Krankheitserreger übertragen.

Woran erkenne ich Filzläuse und was hilft?

Filzläuse sind kurz und breit wie eine winzige Krabbe und sitzen vor allem im Schamhaar, manchmal auch in Bart, Augenbrauen oder Wimpern. Typisch ist starker Juckreiz im Intimbereich. Übertragen werden sie fast nur bei engem Körperkontakt. Lass dich ärztlich behandeln, behandle Partnerin oder Partner mit und wasche Bettwäsche und Handtücher bei 60 °C.

Gehen Läuse auf Hund oder Katze über?

Nein. Menschenläuse sind auf den Menschen spezialisiert und können sich auf Tieren nicht vermehren. Umgekehrt haben Hunde, Katzen und Vögel eigene Läuse und Haarlinge, die nicht dauerhaft auf Menschen leben. Hat dein Tier Läuse, hilft die Tierarztpraxis.

Übertragen Läuse Krankheiten?

Kopfläuse übertragen hierzulande keine Krankheitserreger, durch Kratzen können sich die Stiche aber entzünden. Anders Kleiderläuse: Sie können Erreger wie Fleckfieber übertragen. Bei Verdacht auf Kleiderläuse deshalb ärztlich abklären lassen.

Sind Staubläuse auch Läuse?

Nein. Staubläuse sind winzige, meist helle Insekten, die vor allem Schimmelpilze fressen. Sie stechen nicht und leben nicht auf Menschen. Meist zeigen sie zu hohe Luftfeuchtigkeit an, etwa in Neubauten oder nach Wasserschäden. Hilfreich sind Lüften, Heizen, Entfeuchten und das Beseitigen von Schimmel – Läusemittel helfen nicht.

Was hat es mit Läusen an Pflanzen auf sich?

Blattläuse, Wollläuse, Schild- und Schmierläuse saugen Pflanzensaft und sind mit Menschenläusen nicht näher verwandt. Sie gehen nicht auf Menschen oder Haustiere über. Mittel und Tipps findest du in der Kollektion Blattläuse.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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