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Junikäfer

Junikäfer (Amphimallon solstitiale) erkennen und bekämpfen

Der Junikäfer, wissenschaftlich als Amphimallon solstitiale bekannt, ist ein in Deutschland verbreiteter Blatthornkäfer aus der Familie der Scarabaeidae. Viele Gartenbesitzer kennen ihn auch unter der Bezeichnung Gerippter Brachkäfer. In regionalen Dialekten, insbesondere im bayerischen Raum, wird er häufig als Junibummerl oder Torkelkäfer bezeichnet. Sein Erscheinen zur Zeit der Sommersonnenwende im Juni und Juli macht ihn zu einem bekannten, aber oft unerwünschten Gast im Garten, da seine Larven, die Engerlinge, signifikante Schäden an Rasenflächen verursachen können.

Junikäfer richtig erkennen

Die Unterscheidung zwischen verschiedenen Käferarten ist der erste Schritt zur korrekten Diagnose. Der adulte Amphimallon solstitiale erreicht eine Körperlänge von 14 bis 18 mm. Sein Aussehen ist durch eine gelblich-rötlich-braune Farbe und eine deutliche Behaarung gekennzeichnet.

Merkmal Junikäfer (Amphimallon solstitiale) Maikäfer (Melolontha melolontha)
Größe 14-18 mm 25-30 mm
Flugzeit Juni-Juli April-Mai
Aussehen Behaart, kleiner Größer, charakteristische Halsschildzeichnung

Schadbild: Wann handeln?

Nicht der fliegende Käfer selbst ist das primäre Problem für den Garten, sondern seine Larven – die Engerlinge. Diese C-förmigen, gelblich-weißen Larven mit braunem Kopf können eine Länge von 30 bis 50 mm erreichen. Sie leben im Boden und fressen an den Wurzeln von Gräsern und Pflanzen. Ein Befall wird oft erst sichtbar, wenn der Rasen stellenweise welkt oder sich die Grasnarbe leicht abheben lässt. Ab einer Schadschwelle von 5-10 Engerlingen pro Quadratmeter ist ein gezieltes Eingreifen erforderlich, um ökonomische oder ästhetische Schäden am Rasen zu vermeiden.

HB-Nematoden — Die biologische Lösung gegen Engerlinge

Zur effektiven Bekämpfung der Engerlinge im Boden empfehlen wir den Einsatz von HB-Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora). Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer suchen aktiv nach den Engerlingen und befallen diese.

Voraussetzung für den Erfolg ist eine Bodentemperatur von mindestens 12 °C. Die Anwendung erfolgt idealerweise in den Zeiträumen April/Mai oder August bis Oktober. Vor und nach der Ausbringung muss der Boden ausreichend feucht gehalten werden. Da Nematoden lichtempfindlich sind, sollte die Ausbringung grundsätzlich in den Abendstunden erfolgen. Für einen Standard-Garten empfehlen wir unsere Packungsgröße von 5 Mio Nematoden, die für eine flächenwirksame Anwendung ausreichend sind.

Adulte Käfer bekämpfen — für Innen & Außen

Sollte der Befall mit adulten Käfern in oder an Gebäuden überhandnehmen, bieten wir zielgerichtete Produkte an:

Prävention

Die Prävention setzt bei der Bodenbeschaffenheit an. Eine dichte Grasnarbe erschwert es den Weibchen, ihre Eier abzulegen. Regelmäßiges Mähen und eine gute Versorgung der Rasenflächen sind essenziell. Zudem kann sparsames Wässern während der Flugzeit dazu beitragen, den Boden für die Eiablage weniger attraktiv zu gestalten, da die Weibchen feuchten Boden bevorzugen. Bodenbearbeitungen können zudem Larven an die Oberfläche befördern, wo sie Fressfeinden ausgesetzt sind.

Häufige Fragen

Wie unterscheide ich Junikäfer von Maikäfern?

Der Junikäfer ist mit 14-18 mm deutlich kleiner als der Maikäfer (25-30 mm) und fliegt erst ab Juni, während der Maikäfer bereits im April/Mai aktiv ist.

Wie erkenne ich einen Engerling-Befall im Rasen?

Gelbe, absterbende Flecken im Rasen, die sich leicht vom Untergrund lösen lassen, deuten auf Wurzelschäden durch Engerlinge hin.

Sind HB-Nematoden für Menschen und Haustiere gefährlich?

HB-Nematoden sind auf Insektenlarven im Boden spezialisiert, etwa Engerlinge. Menschen und Haustiere gehören nicht zu ihren Wirten.

Wie wende ich Nematoden gegen Engerlinge richtig an?

Die Anwendung sollte bei mindestens 12 °C Bodentemperatur, bei feuchtem Boden und unbedingt in der Dämmerung oder nachts erfolgen.

Welche Tiere fressen Engerlinge?

Natürliche Feinde sind unter anderem Maulwürfe, Marder, Wildschweine sowie verschiedene Vogelarten wie der Grünspecht oder der Wiedehopf.

Weiterführend

Detaillierte Informationen zur Biologie und Lebensweise findest du in unserem Silberkraft Lexikon zum Amphimallon solstitiale.

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Häufige Fragen (FAQ)

Woran erkenne ich Junikäfer?

Junikäfer (Amphimallon solstitiale), auch Gerippter Brachkäfer genannt, sind etwa 14 bis 18 mm lang, hellbraun und am Halsschild dicht behaart. Auf den Flügeldecken siehst du feine Längsrippen. Sie sind kleiner als Maikäfer und haben keine weißen Dreiecke am Hinterleib. Typisch sind Schwärme, die an warmen Abenden im Juni und Juli in der Dämmerung um Bäume und Hecken fliegen.

Wie schädlich sind Junikäfer für den Rasen?

Die Käfer selbst fressen nur wenig an Blättern. Den Schaden verursachen ihre Larven, die Engerlinge. Sie leben meist zwei Jahre im Boden und fressen an Graswurzeln. Es entstehen gelbe bis braune Flecken, an denen sich der Rasen wie ein Teppich abheben lässt. Hacken Vögel oder wühlen Dachse im Rasen, ist das oft ein Hinweis auf viele Larven.

Was hilft gegen die Engerlinge von Junikäfern?

Bewährt sind HB-Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) zur biologischen Bekämpfung. Die winzigen Fadenwürmer bringst du mit der Gießkanne aus, sie dringen in die Engerlinge ein und töten sie ab. Wichtig sind feuchter Boden und eine Bodentemperatur ab etwa 12 °C. Gute Zeitpunkte sind das Frühjahr und der Spätsommer, wenn die Larven nah an der Oberfläche fressen. Gieße am besten abends.

Wie wird der Rasen nach Engerlingbefall wieder dicht?

Harke abgestorbene Grasreste aus und lockere die kahlen Stellen leicht auf. Säe dann eine Rasenreparatur-Mischung nach und halte die Fläche feucht, bis die Saat aufläuft. Ein Rasendünger versorgt die Gräser mit Nährstoffen, Rasenkalk hilft bei saurem Boden. Ein Rasensanierer kann zusätzlich das Bodenleben anregen. So schließt sich die Grasnarbe schneller.

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