Zu Inhalt springen
Kostenloser Versand ab 29€
Versand 1-2 Tage
4,4 · 245.512+ Kunden

♥ Silberkraft Kollektion

Rostpilz bekämpfen & loswerden

Mittel gegen Rostpilze an Rosen, Malven, Stockrosen und Buchsbaum – und was du gegen Birnengitterrost und Rost an Gemüse oder Beeren tun kannst. Welche Maßnahme in deinem Fall passt, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

2 Produkte
Kauf-Ratgeber Rostpilz

Rostpilz bekämpfen: Was wirklich hilft

Orange bis rostbraune Pusteln auf der Blattunterseite zeigen einen Rostpilz. Jede Rostart befällt nur bestimmte Pflanzen: An Rosen, Malven, Stockrosen und Buchsbaum gibt es zugelassene Mittel, an Birne, Bohne oder Himbeere helfen vor allem Hygiene und Vorbeugung. Hier findest du die Schnellwahl, die Maßnahmen im Vergleich und einen 5-Schritte-Plan.

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Orange Pusteln unter dem Blatt, gelbe Punkte oben

Rostpilz erkennen

Auf der Blattoberseite erscheinen kleine gelbe bis orangerote Punkte, auf der Unterseite pulvrige Pusteln in Orange, später Braun bis Schwarz. Wischst du darüber, bleibt oft rostfarbener Staub am Finger. Bei starkem Befall vergilben die Blätter und fallen ab.

Birnbaum mit orangeroten Flecken

Birnengitterrost: Wacholder beachten

Der Birnengitterrost wechselt zwischen Birne und bestimmten Wacholderarten, etwa dem Sadebaum oder dem Chinesischen Wacholder. Entferne befallene Wacholdertriebe in der Nähe, denn dort überdauert der Pilz. Ältere, kräftige Birnbäume verkraften den Befall meist. Ein Mittel gegen Birnengitterrost führen wir nicht.

Bohnen, Lauch, Himbeeren oder Brombeeren

Vorbeugen und Pflanzenreste entfernen

Auch an Bohnen, Lauch, Himbeeren und Brombeeren gibt es eigene Rostarten. Für diese Kulturen führen wir kein zugelassenes Mittel. Entferne befallene Blätter, halte das Laub trocken und räume Pflanzenreste nach der Ernte ab.

Alle Maßnahmen im Vergleich

Rostpilze brauchen Feuchtigkeit zum Keimen und überdauern auf Falllaub oder an einem Zwischenwirt. Am meisten bewirken deshalb Hygiene und trockenes Laub.

MaßnahmeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Befallene Blätter und Falllaub entfernen Auf dem abgefallenen Laub überdauert der Pilz den Winter. Bei den ersten Pusteln und gründlich im Herbst Nur unter einer Erdschicht kompostieren oder über den Restmüll entsorgen. Schneidwerkzeug danach reinigen.
Laub trocken halten Die Sporen brauchen Feuchtigkeit zum Keimen. Immer Am Boden gießen, am besten morgens, und genug Abstand zwischen den Pflanzen lassen.
Sortenwahl und Standort Anfälligkeit unterscheidet sich je nach Sorte stark; ein heller, luftiger Platz lässt das Laub schnell abtrocknen. Bei Neupflanzung Bei Rosen auf widerstandsfähige Sorten achten, zum Beispiel ADR-Rosen. Keine überhöhte Stickstoffdüngung.
Zwischenwirt entfernen Einige Rostpilze wechseln den Wirt – der Birnengitterrost etwa zwischen Birne und Wacholder. Bei Birnengitterrost Befallene Wacholdertriebe in der Nähe herausschneiden; auf Nachbargrundstücken lässt sich das nur gemeinsam lösen.
Azoxystrobin (Fungisan) Dringt ins Blatt ein, verteilt sich in der Pflanze und wirkt vor allem vorbeugend. Rostpilze an Rosen, Malven, Stockrosen und Buchsbaum, bei Befallsbeginn Anzahl und Abstand der Behandlungen laut Etikett (z. B. höchstens 2 Anwendungen pro Kultur bei Fungisan Rosen- und Buxus-Pilzfrei). Für Birne, Gemüse und Beerenobst ist es gegen Rost nicht zugelassen.
Hausmittel (z. B. Neemöl) Werden oft empfohlen, sind aber keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel gegen Rost. Nicht empfohlen Setz auf Hygiene, trockenes Laub und – wo zugelassen – ein Fungizid.

So entwickelt sich ein Rostpilz

Rosenblätter mit Rostpilz: oben gelbe bis orangerote Punkte, auf der Blattunterseite viele orange und einige dunkle Pusteln
Rosenblätter mit Rostpilz: oben gelbe bis orangerote Punkte, auf der Blattunterseite viele orange und einige dunkle Pusteln

Rostpilze sind auf ihre Wirtspflanzen spezialisiert. Ihr Lebenszyklus erklärt, warum Laubhygiene so wichtig ist.

  • Spezialisten: Jede Rostart befällt nur bestimmte Pflanzen. Der Rosenrost zum Beispiel tritt nur an Rosen auf.
  • Pusteln auf der Unterseite: In den Pusteln bildet der Pilz seine Sporen. Im Sommer sind sie orange und sorgen für die massenhafte Verbreitung, im Herbst werden sie dunkel.
  • Feuchtigkeit zum Keimen: Die Sporen werden mit Wind und Wasser verbreitet und keimen auf feuchten Blättern. Lang nasses Laub fördert neue Infektionen.
  • Überwinterung: Die dunklen Wintersporen überdauern auf dem abgefallenen Laub, manche Rostpilze auch als Pilzgeflecht an den Trieben.
  • Wirtswechsel: Einige Rostpilze brauchen zwei Wirtspflanzen. Der Birnengitterrost lebt abwechselnd auf Birne und bestimmten Wacholderarten.

Daraus folgt: Falllaub entfernen und das Laub trocken halten unterbricht den Kreislauf am wirksamsten.

In 5 Schritten gegen Rostpilze

  1. Schritt 1: Rost sicher erkennen

    Dreh das Blatt um: Pulvrige orange bis braune Pusteln auf der Unterseite zeigen einen Rostpilz. Notiere, welche Pflanze befallen ist – davon hängt ab, was hilft.

  2. Schritt 2: Befallene Blätter entfernen

    Schneide befallene Blätter und Triebe früh ab und entsorge sie über den Restmüll oder kompostiere sie unter einer Erdschicht.

  3. Schritt 3: Laub trocken halten

    Gieß morgens und am Boden, lichte dichte Pflanzen aus und sorge für Luft.

  4. Schritt 4: Bei Befallsbeginn behandeln

    An Rosen, Malven, Stockrosen und Buchsbaum kannst du ein zugelassenes Fungizid einsetzen – Anzahl und Abstand der Behandlungen stehen auf dem Etikett.

  5. Schritt 5: Im Herbst aufräumen

    Sammle das Falllaub gründlich ein und schneide beim Birnengitterrost befallene Wacholdertriebe in der Nähe heraus.

Merksätze

  • Rostpilze sitzen als Pusteln auf der Blattunterseite.
  • Jede Rostart befällt nur bestimmte Pflanzen – das Mittel muss für genau diese Pflanze zugelassen sein.
  • Falllaub entfernen unterbricht den Kreislauf.
  • Trockenes Laub ist der beste Schutz.
  • Beim Birnengitterrost spielt der Wacholder in der Nachbarschaft die Hauptrolle.

Häufige Fragen zu Rostpilzen

Woran erkenne ich Rostpilz?

Rostpilze bilden kleine, pulvrige Pusteln in Orange, Rostbraun oder später Schwarzbraun, meist auf der Blattunterseite. Auf der Oberseite erscheinen an derselben Stelle gelbliche bis orangerote Punkte. Bei starkem Befall vergilben die Blätter und fallen vorzeitig ab.

Was hilft gegen Rosenrost?

Entferne befallene Blätter früh und sammle im Herbst das Falllaub ein, weil der Pilz darauf überwintert. Gieß am Boden, damit die Blätter trocken bleiben. Bei stärkerem Befall setzt du ein Mittel ein, das an Rosen gegen Rostpilze zugelassen ist, zum Beispiel Fungisan – wie oft du wiederholen darfst, steht auf dem Etikett.

Was tun gegen Birnengitterrost?

Der Birnengitterrost wechselt zwischen Birne und bestimmten Wacholderarten wie dem Sadebaum oder dem Chinesischen Wacholder. Auf den Birnenblättern zeigen sich orangerote Flecken, auf der Unterseite später warzenartige Auswüchse. Entferne befallene Wacholdertriebe in der Nähe. Ältere, kräftige Birnbäume verkraften den Befall meist.

Hilft Neemöl gegen Rosenrost?

Neemöl ist kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen Rostpilze. Zugelassene Neem-Pflanzenschutzmittel wirken gegen bestimmte Insekten, nicht gegen Pilze. Gegen Rost an Rosen sind Laubhygiene, trockenes Laub und gegebenenfalls ein zugelassenes Fungizid der richtige Weg.

Kann ich Laub mit Rostpilz kompostieren?

Nur, wenn du es sofort mit einer Erdschicht abdeckst. Sonst gib befallene Blätter in den Restmüll, damit der Pilz im nächsten Frühjahr nicht erneut auf deine Pflanzen übergeht. Reinige auch das Werkzeug, mit dem du befallene Triebe geschnitten hast.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

Unser Wissensmagazin

Weitere beliebte Kategorien

Alle Produkte ansehen