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Kellerasseln

Kellerasseln sind kleine Krebstiere, die viel Feuchtigkeit brauchen – tauchen viele im Haus auf, steckt fast immer Feuchtigkeit oder eine Lücke nach draußen dahinter. Was in deinem Fall hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

1 Produkt
Ratgeber Kellerasseln

Kellerasseln im Haus: Ursache finden statt nur bekämpfen

Kellerasseln sind keine Insekten, sondern kleine Krebstiere, die an Land leben – und sie brauchen viel Feuchtigkeit. Tauchen viele im Haus auf, ist fast immer ein feuchter Keller, eine nasse Wand oder eine Lücke nach draußen der Grund. Hier findest du die Schnellwahl, die Methoden im Vergleich, die häufigsten Asseln und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Kellerasseln-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Asseln kommen unter der Tür, durch Kellerfenster oder Lichtschächte

Zugänge abdichten

Kellerasseln leben eigentlich draußen unter Steinen, Brettern und Laub. Dichte Türspalten mit Bürstendichtungen ab, setze feine Gitter in Lichtschächte, entferne Laub aus Kellerabgängen und schließe Risse im Mauerwerk.

Massenhaft Asseln an der Hauswand oder auf der Terrasse

Feuchte Verstecke vom Haus fernhalten

An Hauswänden sammeln sie sich, wenn direkt daneben Laub, Mulch, Holzstapel, Bretter oder Blumenkübel feucht bleiben. Halte einen Streifen am Haus frei und lass Regenwasser ablaufen. Bei sehr starkem Andrang kann ein Spray, das Asseln auf dem Etikett nennt, an den Eintrittsstellen kurzfristig helfen – die Ursache beseitigt es nicht.

Akuter Befall in Ritzen und an Fußleisten im Haus

Kontaktspray gezielt in die Verstecke

Ein Insektenspray, das Kellerasseln als Zielorganismus nennt, sprühst du gezielt auf Ritzen, Fugen und Laufwege – nie auf Lebensmittel, Haustiere vorher aus dem Raum bringen und danach lüften. Ohne trockene Räume wandern bald neue Tiere ein.

Asseln im Blumentopf, Hochbeet oder Kompost

Meist nützlich – nicht bekämpfen

Asseln fressen vor allem abgestorbene Pflanzenteile und helfen so bei der Humusbildung. Schaden machen sie selten – am ehesten an Sämlingen und frischem Gemüse, wenn sehr viele Tiere da sind. Blumentöpfe nicht dauerhaft nass halten und nicht direkt auf feuchten Boden stellen. Im Kompost und Hochbeet sind sie willkommen.

Assel, Silberfischchen oder Tausendfüßer?

Erst bestimmen

Asseln sind oval und abgeflacht, grau, mit sieben Beinpaaren und zwei geknickten Fühlern. Silberfischchen sind schmal, silbrig und haben drei Schwanzfäden – mehr dazu unter Silberfische. Tausendfüßer sind lang und walzenförmig mit sehr vielen kurzen Beinen – mehr dazu unter Hundertfüßer.

Alle Methoden im Vergleich

Feuchtigkeit ist der Hebel: Trockene Räume, geräumte Verstecke und dichte Zugänge halten Asseln dauerhaft fern. Fallen zeigen dir den Befall, Sprays helfen nur kurzfristig.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Feuchtigkeit senken Asseln atmen über kiemenartige Organe, die feucht bleiben müssen – in trockener Luft trocknen sie aus. Keller, Waschküche, Bad, Erdgeschoss Die wichtigste Maßnahme: regelmäßig lüften, Undichtigkeiten und nasse Wände beheben.
Verstecke räumen Ohne dunkle, feuchte Plätze keine Ansammlungen. Keller, Garage, Hauswand, Terrasse Kartons, Holz, Bretter, Laub und Wäsche vom Boden; einen Streifen am Haus freihalten.
Abdichten Verhindert, dass Asseln von draußen einwandern. Türen, Kellerfenster, Lichtschächte, Risse im Mauerwerk Bürstendichtungen unter Türen, feine Gitter in Lichtschächten.
Klebefalle Umherlaufende Asseln bleiben auf der Klebefläche haften. Kontrolle: Woher kommen sie und wie viele sind es? Ein Kontrollmittel, keine Lösung. Klebeböden regelmäßig wechseln, Kartonfallen an einer trockenen Stelle aufstellen.
Kontaktspray Wirkt auf Asseln, die mit dem Spritzbelag in Berührung kommen. Ritzen, Fugen und Eintrittsstellen bei starkem Befall Nur Mittel, die Asseln auf dem Etikett nennen. Nie auf Lebensmittel sprühen, danach lüften. Hilft nur dauerhaft, wenn die Feuchtigkeit beseitigt wird.
Raumvernebler Der Wirkstoffnebel trifft nur die Tiere, die gerade unterwegs sind. Nicht empfohlen Unverhältnismäßig: beseitigt keine Feuchtigkeit, neue Asseln wandern nach.
Hausmittel wie Essig Der Geruch soll Asseln vertreiben. Nicht empfohlen Eine dauerhafte Wirkung ist nicht belegt. Essig kann Fugen, Naturstein und Metall angreifen.

So leben Kellerasseln

Feuchte Kellerecke bei Nacht mit nasser Wandstelle, einem Karton und einem Brett auf dem Boden, darunter und daneben mehrere graue Kellerasseln; unter der Kellertür kommt Laub von draußen herein
Feuchte Kellerecke bei Nacht mit nasser Wandstelle, einem Karton und einem Brett auf dem Boden, darunter und daneben mehrere graue Kellerasseln; unter der Kellertür kommt Laub von draußen herein

Kellerasseln gehören zu den Landasseln – Krebstiere, die das Leben an Land geschafft haben, aber nie ganz ohne Feuchtigkeit auskommen.

  • Atmung: Asseln atmen über kiemenartige Organe am Hinterleib, die feucht bleiben müssen. Sie sind deshalb nachtaktiv – tagsüber sieht man sie vor allem, wenn ihr Versteck austrocknet und sie feuchtere Plätze suchen.
  • Nachwuchs: Das Weibchen trägt 30 bis 85 Eier in einem Brutbeutel an der Bauchseite. Nach rund fünf Wochen schlüpfen kleine Asseln, die den erwachsenen Tieren schon ähneln.
  • Lebensdauer: Kellerasseln häuten sich 13- bis 16-mal und werden zwei bis drei, selten vier Jahre alt. Im Freien überwintern sie unter Steinen und Brettern und überstehen dort Frost bis etwa −12 °C.
  • Nahrung: Sie fressen vor allem abgestorbene Pflanzenteile und helfen so bei der Humusbildung. Bei sehr vielen Tieren knabbern sie auch an Sämlingen und frischem Gemüse.

Daraus folgt: Wo es trocken ist, überleben Kellerasseln nicht lange – Feuchtigkeit ist der Hebel, nicht das Spray.

Welche Assel ist das?

In und am Haus begegnen dir vor allem drei Landasseln. Oberfläche, Zeichnung und das Einrollen verraten die Art – die Maßnahmen sind bei allen gleich.

Kellerassel (Porcellio scaber) von oben
Kellerassel (Porcellio scaber) von oben

Kellerassel

Porcellio scaber

Größe
11–16 mm
Erkennungs­merkmal
Oval und flach gewölbt, schiefergrau bis schwarz, Rücken rau gekörnt; sieben Beinpaare, zwei geknickte Fühler
Vorkommen
Feuchte Keller, Gewächshäuser, unter Steinen, Brettern und loser Rinde

Was tun? Feuchtigkeit senken, Verstecke räumen, Zugänge abdichten.

Steckbrief im Lexikon →
Mauerassel (Oniscus asellus) von oben mit hellen Flecken auf dem Rücken
Mauerassel (Oniscus asellus) von oben mit hellen Flecken auf dem Rücken

Mauerassel

Oniscus asellus

Größe
15–18 mm
Erkennungs­merkmal
Glänzend dunkelgrau mit zwei Reihen heller Flecken auf dem Rücken, glatter als die Kellerassel
Vorkommen
Feuchte Mauern und Keller, unter Steinen, in Laub und Kompost

Was tun? Wie bei der Kellerassel: Die Ursache ist fast immer Feuchtigkeit.

Steckbrief im Lexikon →
Rollassel (Armadillidium vulgare) von oben, daneben ein zur Kugel eingerolltes Tier
Rollassel (Armadillidium vulgare) von oben, daneben ein zur Kugel eingerolltes Tier

Rollassel

Armadillidium vulgare

Größe
8–18 mm
Erkennungs­merkmal
Hoch gewölbt, glatt und glänzend grau; rollt sich bei Störung zu einer Kugel ein
Vorkommen
Garten, Steinmauern, Rasen- und Beetränder – verträgt auch trockenere Plätze; selten im Haus

Was tun? Im Garten nicht bekämpfen. Im Haus Zugänge abdichten.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten Kellerasseln loswerden

  1. Schritt 1: Ursache suchen

    Wo sind die meisten Asseln? Feuchte Stellen, undichte Leitungen, Kondenswasser, nasse Wände, Laub oder Holz in der Nähe verraten die Ursache.

  2. Schritt 2: Feuchtigkeit senken

    Regelmäßig lüften, Undichtigkeiten beheben, nasse Wände von einem Fachmann prüfen lassen. In trockenen Räumen überleben Asseln nicht lange.

  3. Schritt 3: Verstecke räumen

    Kartons, Holz, Bretter und Wäsche vom Boden räumen, Laub, Mulch und Holzstapel von der Hauswand fernhalten.

  4. Schritt 4: Zugänge abdichten

    Türspalten mit Bürstendichtungen schließen, Lichtschächte vergittern, Risse im Mauerwerk und an Kellerfenstern abdichten.

  5. Schritt 5: Kontrollieren und gezielt behandeln

    Mit Klebefallen prüfen, ob noch Asseln unterwegs sind. Nur bei starkem Befall ein Spray verwenden, das Asseln auf dem Etikett nennt – gezielt in Ritzen, nie auf Lebensmittel.

Merksätze

  • Kellerasseln sind Krebstiere – ohne Feuchtigkeit überleben sie nicht lange.
  • Viele Asseln im Haus sind ein Zeichen für Feuchtigkeit oder eine Lücke nach draußen.
  • Erst trocknen und abdichten, dann – wenn überhaupt – sprühen.
  • Im Garten, im Kompost und im Hochbeet sind Asseln nützliche Zersetzer.
  • Asseln beißen nicht und übertragen keine Krankheiten.

Häufige Fragen zu Kellerasseln

Was fressen Kellerasseln?

Kellerasseln fressen vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial wie Laub, morsches Holz und verrottende Pflanzenreste. So helfen sie, Pflanzenabfälle in Humus umzuwandeln. Sind sehr viele Tiere da, knabbern sie auch an Sämlingen, jungen Pflanzen und frischem Gemüse.

Warum habe ich plötzlich massenhaft Kellerasseln im Haus?

Meist suchen sie Feuchtigkeit: Trocknet ihr Versteck draußen aus oder ist es im Haus feucht, wandern sie über Türspalten, Kellerfenster und Lichtschächte ein. Typische Ursachen sind ein feuchter Keller, undichte Leitungen, nasse Wände oder Laub und Holz direkt am Haus. Tagsüber unterwegs sind sie vor allem, wenn sie feuchtere Plätze suchen.

Hilft Essig gegen Kellerasseln?

Eine dauerhafte Wirkung ist nicht belegt: Der Geruch verfliegt, die Feuchtigkeit bleibt. Auf Fugen, Naturstein und Metall kann Essig außerdem Schäden anrichten. Wirksamer ist es, die Feuchtigkeit zu senken, Verstecke zu räumen und die Zugänge abzudichten.

Wie lange leben Kellerasseln und wie vermehren sie sich?

Kellerasseln werden zwei bis drei, selten vier Jahre alt. Das Weibchen trägt 30 bis 85 Eier in einem Brutbeutel an der Bauchseite. Nach rund fünf Wochen schlüpfen kleine Asseln, die bis zum erwachsenen Tier 13- bis 16-mal häuten.

Sind Kellerasseln schädlich oder nützlich?

Im Haus sind sie vor allem lästig: Sie beißen nicht, übertragen keine Krankheiten und fressen keine Vorräte. Im Garten, im Kompost und im Hochbeet sind sie nützliche Zersetzer. Nur bei sehr vielen Tieren können sie Sämlinge und frisches Gemüse anfressen.

Warum sitzen Kellerasseln an der Hauswand?

An der Hauswand finden sie Schutz und Feuchtigkeit – vor allem, wenn dort Laub, Mulch, Holzstapel, Bretter oder Blumenkübel liegen. Von dort gelangen sie über Ritzen und Türspalten ins Haus. Halte einen Streifen am Haus frei und dichte die Zugänge ab.

Kann ich Kellerasseln chemisch bekämpfen?

Bei starkem Befall kann ein Insektenspray helfen, das Asseln auf dem Etikett nennt – gezielt auf Ritzen, Fugen und Eintrittsstellen, nie auf Lebensmittel. Ohne trockene Räume und dichte Zugänge kommen aber bald neue Tiere. Raumvernebler empfehlen wir dafür nicht.

Sind Kellerasseln Insekten?

Nein. Kellerasseln sind Krebstiere und gehören zu den Landasseln. Anders als Insekten haben sie sieben Beinpaare, also 14 Beine, und atmen über kiemenartige Organe – deshalb brauchen sie Feuchtigkeit.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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