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♥ Silberkraft Kollektion

Hundertfüßler bekämpfen & loswerden

Hundertfüßer wie der Spinnenläufer fressen keine Vorräte, sondern jagen Insekten – meist helfen trockene Räume und dichte Ritzen mehr als jedes Mittel. Was in deinem Fall sinnvoll ist, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

4 Produkte
Ratgeber Hundertfüßer

Hundertfüßer im Haus: Was wirklich nötig ist

Im Haus begegnet dir meist der Spinnenläufer mit seinen langen, geringelten Beinen, seltener ein Steinläufer aus dem Garten. Hundertfüßer fressen weder Vorräte noch Holz oder Textilien – sie jagen Insekten wie Silberfischchen und Fliegen. Ein Mittel brauchst du deshalb selten: Wichtiger sind trockene Räume, dichte Ritzen und weniger Beutetiere. Hier findest du die Schnellwahl, die Methoden im Vergleich, die häufigsten Verwechslungen und einen 5-Schritte-Plan.

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Ein langbeiniges, sehr schnelles Tier an der Wand – ist das gefährlich?

Spinnenläufer erkennen – kein Grund zur Panik

Der Spinnenläufer hat einen 2,5–3 cm langen, gelblich-grauen Körper mit drei dunklen Längsstreifen und 15 Paar sehr lange, geringelte Beine. Er ist nachts unterwegs und jagt Insekten. Für Menschen ist er nicht gefährlich: Er greift nicht an und kann die Haut meist nicht durchdringen. Einzelne Tiere fängst du mit einem Glas und einem Blatt Papier und setzt sie draußen aus.

Immer wieder Hundertfüßer in Keller, Bad oder Erdgeschoss

Feuchtigkeit senken und Ritzen abdichten

Hundertfüßer brauchen feuchte, dunkle Verstecke. Lüfte Keller und Bad regelmäßig, beseitige nasse Stellen und nimm Kartons, Holz und Wäsche vom Boden. Dichte Spalten an Fußleisten, Rohrdurchführungen, Kellerfenstern und Türen ab. Eine Klebefalle an der Wand entlang zeigt dir, wo die Tiere unterwegs sind.

Neben Hundertfüßern auch Silberfischchen, Asseln oder Fliegen

Die Beutetiere angehen

Spinnenläufer bleiben dort, wo sie Futter finden. Viele Silberfischchen, Asseln oder Fliegen ziehen sie an. Gehst du gegen diese Tiere vor, verschwinden meist auch die Hundertfüßer. Passende Mittel findest du in den Kategorien Silberfische, Kellerasseln und Fliegen.

Spinnenläufer im Schlaf- oder Kinderzimmer

Einfangen und Zugänge schließen

Ein einzelner Spinnenläufer im Schlafzimmer ist unangenehm, aber kein Befall – er sucht nachts nach Insekten. Fang ihn ein, rück das Bett etwas von der Wand ab und prüfe Spalten an Heizungsrohren und Fußleisten. Bisse sind sehr selten. Zeigt sich danach eine starke Rötung, Schwellung oder eine allergische Reaktion, lass das ärztlich abklären.

Kleine braune Hundertfüßer im Garten, unter Steinen oder im Kompost

Im Garten nicht bekämpfen

Das sind meist Steinläufer oder Erdläufer. Sie jagen Insekten, Spinnen und andere Kleintiere und gehören zu den nützlichen Bodenbewohnern. Kommen sie über Kellerfenster oder Türspalten ins Haus, helfen dichte Fenster und Türen.

Ich suche ein Spray gegen Hundertfüßer

Warum wir keins empfehlen

Keines unserer Insektensprays nennt Hundertfüßer als Zielorganismus. Sprays und Raumvernebler treffen außerdem nur die Tiere, die gerade unterwegs sind, und ändern nichts an Feuchtigkeit und Beute – neue Tiere wandern nach. Setze stattdessen auf trockene Räume, dichte Ritzen und Klebefallen zur Kontrolle.

Alle Methoden im Vergleich

Trockene Räume, dichte Ritzen und weniger Beutetiere sorgen dafür, dass Hundertfüßer gar nicht erst bleiben. Fallen zeigen dir, wo sie laufen.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Einfangen und aussetzen Glas über das Tier stülpen, ein Blatt Papier darunterschieben und draußen freilassen. Einzelne Tiere in der Wohnung Schnell sein: Spinnenläufer schaffen rund 40 cm pro Sekunde. Nicht mit bloßen Händen greifen.
Feuchtigkeit senken Ohne feuchte Verstecke finden Hundertfüßer und ihre Beutetiere kaum Lebensraum. Keller, Bad, Waschküche, Erdgeschoss Regelmäßig stoß- oder querlüften, nasse Stellen und Undichtigkeiten beheben.
Ritzen abdichten Verschließt Verstecke und die Wege von draußen ins Haus. Fußleisten, Rohrdurchführungen, Kellerfenster, Türen Spalten mit Acryl oder Silikon schließen, an Kellerfenstern feine Gitter anbringen.
Beutetiere reduzieren Weniger Silberfischchen, Asseln und Fliegen bedeuten weniger Futter. Wenn auch andere Krabbeltiere auftauchen Die Ursache dieser Tiere angehen – meist ebenfalls Feuchtigkeit.
Klebefalle Umherlaufende Tiere bleiben auf der Klebefläche haften. Kontrolle an Wänden, im Keller und im Bad Zeigt, wo die Tiere laufen – ein Kontrollmittel, keine Lösung. Regelmäßig prüfen und austauschen.
Insektenspray oder Raumvernebler Trifft nur Tiere, die mit dem Wirkstoff in Berührung kommen. Nicht empfohlen Keines unserer Mittel nennt Hundertfüßer. Feuchtigkeit und Beute bleiben, neue Tiere wandern nach.

So lebt der Spinnenläufer

Spinnenläufer mit langen, geringelten Beinen läuft nachts an einer Kellerwand über einer Fußleiste, darunter ein Silberfischchen und eine kleine Fliege als Beute
Spinnenläufer mit langen, geringelten Beinen läuft nachts an einer Kellerwand über einer Fußleiste, darunter ein Silberfischchen und eine kleine Fliege als Beute

Hundertfüßer sind keine Insekten, sondern eigene Gliederfüßer mit einem Beinpaar pro Körperring. Alle jagen andere Kleintiere und lähmen sie mit Giftklauen am Kopf. Im Haus lebt vor allem der Spinnenläufer – eine wärmeliebende Art, die sich in Deutschland ausbreitet.

  • Aussehen: Körper 2,5–3 cm, gelblich bis olivgrau mit drei dunklen Längsstreifen. Mit den Fühlern und den 15 Paar langen, dunkel geringelten Beinen misst er bis zu 15 cm.
  • Lebensweise: Nachtaktiv und sehr schnell – bis etwa 40 cm pro Sekunde. Tagsüber versteckt er sich in Ritzen, hinter Fußleisten und in Kellerecken.
  • Nahrung: Er jagt Silberfischchen, Spinnen, Fliegen, Schaben und andere Gliederfüßer. Vorräte, Holz und Textilien rührt er nicht an.
  • Verbreitung: Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. In Deutschland lebt er vor allem in Gebäuden und breitet sich mit den wärmeren Jahren weiter nach Norden aus. Er kann mehrere Jahre alt werden.

Daraus folgt: Viele Spinnenläufer zeigen dir warme, feuchte Verstecke und genug Beute im Haus – genau dort setzt du an.

Hundertfüßer oder Tausendfüßer?

Im Haus und im Garten triffst du vor allem drei Gruppen. Beinlänge, Tempo und die Zahl der Beine pro Körperring verraten, wen du vor dir hast.

Spinnenläufer (Scutigera coleoptrata) von oben
Spinnenläufer (Scutigera coleoptrata) von oben

Spinnenläufer

Scutigera coleoptrata

Größe
Körper 2,5–3 cm, mit Beinen bis 15 cm
Erkennungs­merkmal
Gelblich-grau mit drei dunklen Längsstreifen; 15 Paar sehr lange, geringelte Beine; extrem schnell
Vorkommen
Gebäude: Keller, Bad, Treppenhaus, Erdgeschoss

Was tun? Einfangen, Feuchtigkeit senken, Ritzen abdichten. Für Menschen nicht gefährlich.

Steckbrief im Lexikon →
Gemeiner Steinläufer (Lithobius forficatus) von oben
Gemeiner Steinläufer (Lithobius forficatus) von oben

Gemeiner Steinläufer

Lithobius forficatus

Größe
2–3,2 cm
Erkennungs­merkmal
Glänzend rotbraun, abgeflacht, kurze Beine – ein Paar pro Körperring; flink
Vorkommen
Im Freien unter Steinen, Rinde und Laub; gelegentlich im Keller

Was tun? Im Garten ein nützlicher Jäger – nicht bekämpfen. Im Haus einfangen und draußen aussetzen.

Steckbrief im Lexikon →
Tausendfüßer mit walzenförmigem, dunklem Körper und vielen kurzen Beinen
Tausendfüßer mit walzenförmigem, dunklem Körper und vielen kurzen Beinen

Tausendfüßer

Diplopoda

Größe
je nach Art wenige Millimeter bis einige Zentimeter
Erkennungs­merkmal
Meist walzenförmig und dunkel; sehr viele kurze Beine – zwei Paar pro Körperring; langsam, rollt sich bei Störung ein
Vorkommen
Feuchter Boden, Laub und Kompost; im Herbst manchmal in großer Zahl an Hauswänden

Was tun? Kein Jäger, sondern Zersetzer von Pflanzenresten. Laub und Mulch von der Hauswand fernhalten, Ritzen und Kellerfenster abdichten.

In 5 Schritten Hundertfüßer loswerden

  1. Schritt 1: Tier bestimmen

    Lange Beine, gestreifter Körper und hohes Tempo: Spinnenläufer. Kurze Beine und rotbraun: Steinläufer. Langsam, walzenförmig mit sehr vielen Beinchen: Tausendfüßer.

  2. Schritt 2: Einzelne Tiere einfangen

    Glas darüber, Papier darunter und draußen freilassen. Nicht mit bloßen Händen greifen.

  3. Schritt 3: Feuchtigkeit senken

    Keller und Bad regelmäßig lüften, nasse Stellen und Undichtigkeiten beheben, Kartons, Holz und Wäsche vom Boden räumen.

  4. Schritt 4: Ritzen und Zugänge schließen

    Spalten an Fußleisten, Rohrdurchführungen, Kellerfenstern und Türen abdichten, an Kellerfenstern feine Gitter anbringen.

  5. Schritt 5: Beute reduzieren und kontrollieren

    Silberfischchen, Asseln und Fliegen gezielt angehen und mit Klebefallen prüfen, ob noch Tiere unterwegs sind.

Merksätze

  • Hundertfüßer fressen keine Vorräte, kein Holz und keine Textilien – sie jagen Insekten.
  • Viele Spinnenläufer bedeuten: warme, feuchte Verstecke und genug Beute im Haus.
  • Trockene Räume und dichte Ritzen helfen mehr als jedes Spray.
  • Im Garten sind Stein- und Erdläufer nützliche Jäger – dort nicht bekämpfen.
  • Ein Biss ist selten und für Menschen nicht gefährlich.

Häufige Fragen zu Hundertfüßern

Ist der Spinnenläufer giftig oder gefährlich?

Wie alle Hundertfüßer hat der Spinnenläufer Giftklauen, mit denen er Insekten lähmt. Für Menschen ist er nicht gefährlich: Er greift nicht an, flieht lieber und kann die menschliche Haut meist nicht durchdringen. Ein Biss ist selten und kann schmerzen. Bei starker Rötung, Schwellung oder Anzeichen einer Allergie solltest du das ärztlich abklären lassen.

Ist ein Spinnenläufer gefährlich für Hund, Katze oder Baby?

In der Regel nicht. Katzen und Hunde jagen die schnellen Tiere oft, Bisse sind dabei selten. Findest du einen Spinnenläufer im Kinderzimmer, fang ihn ein und schließ die Spalten, über die er hereinkommt. Zeigt sich nach einem Biss eine starke Reaktion, lass das ärztlich bzw. tierärztlich abklären.

Woher kommen Hundertfüßer im Haus?

Spinnenläufer leben in Deutschland vor allem in Gebäuden und wandern über Treppenhäuser, Rohrschächte und Spalten von Raum zu Raum. Steinläufer kommen aus dem Garten über Kellerfenster, Lichtschächte und Türspalten herein. Bleiben sie, finden sie im Haus feuchte Verstecke und genug Beute.

Wie werde ich Spinnenläufer los?

Einzelne Tiere einfangen und draußen freilassen. Danach die Ursachen angehen: Räume trocken halten, Spalten an Fußleisten, Rohren, Fenstern und Türen abdichten und gegen Beutetiere wie Silberfischchen vorgehen. Klebefallen zeigen dir, ob noch Tiere unterwegs sind. Ein Insektizid, das Hundertfüßer als Zielorganismus nennt, führen wir nicht – meist ist es auch nicht nötig.

Was fressen Hundertfüßer?

Alle Hundertfüßer sind Jäger. Spinnenläufer fressen Silberfischchen, Spinnen, Fliegen, Schaben und andere Gliederfüßer, Steinläufer im Garten Insekten, Spinnen und andere Kleintiere. Pflanzen, Vorräte, Holz oder Textilien fressen sie nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Hundertfüßer und Tausendfüßer?

Hundertfüßer haben ein Beinpaar pro Körperring, sind flink und jagen andere Tiere. Tausendfüßer haben zwei Beinpaare pro Ring, sind langsam, meist walzenförmig und fressen verrottende Pflanzenreste. Beide haben weniger Beine, als der Name verspricht – der Spinnenläufer zum Beispiel 15 Paar.

Sind Hundertfüßer nützlich?

Ja. Im Garten sind Stein- und Erdläufer nützliche Jäger von Insekten und anderen Kleintieren. Auch der Spinnenläufer frisst im Haus Silberfischchen, Fliegen und Spinnen. Wer ihn trotzdem nicht im Haus haben möchte, setzt bei Feuchtigkeit, Ritzen und Beutetieren an.

Hilft ein Insektenspray oder ein Raumvernebler?

Keines unserer Mittel nennt Hundertfüßer als Zielorganismus. Ein Vernebler trifft nur die Tiere, die gerade unterwegs sind, und beseitigt weder Feuchtigkeit noch Beute – neue Tiere wandern nach. Besser: Räume trocken halten, Ritzen schließen und mit Klebefallen kontrollieren.

Stein- und Erdläufer sind im Garten nützlich – dort bitte nicht bekämpfen. Klebefallen außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen.

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