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Milbenbekämpfung

Repellent-Sprays, milbendichte Bezüge, Raubmilben und Pflanzenschutzmittel: Hier findest du Mittel gegen Hausstaubmilben, Grasmilben, Rote Vogelmilben und Spinnmilben. Welches Mittel zu deinem Fall passt, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

33 Produkte
Kauf-Ratgeber Milben

Milben bekämpfen: Erst die Art bestimmen, dann gezielt handeln

Hausstaubmilben im Bett, Grasmilben am Hund, Rote Vogelmilben im Hühnerstall oder Spinnmilben an der Zimmerpflanze – jede Milbe braucht eine andere Maßnahme. Hier findest du die Schnellwahl nach Situation, alle Methoden im Vergleich, die wichtigsten Arten und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Milben-Ratgeber →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Hausstaubmilben in Bett, Sofa und Polstern

Encasing, 60 °C waschen, Raumklima

Hausstaubmilben stechen nicht – Beschwerden macht vor allem ihr Kot. Zieh die Matratze in einen milbendichten Bezug, wasch Bettwäsche bei 60 °C und halte die Luftfeuchte unter 60 %. Ein Repellent-Spray hält Milben von behandelten Textilien fern, ein Kontaktspray tötet getroffene Milben; danach gründlich saugen. Bei Allergie-Beschwerden sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Hund oder Katze kratzt sich nach dem Spaziergang

Grasmilben: Repellent vor dem Freigang

Winzige orangerote Pünktchen zwischen den Zehen, an Ohrrändern oder am Bauch sind meist Larven der Herbstmilbe (Grasmilbe). Ein Repellent-Spray vor dem Spaziergang und auf Liegeplätzen hält sie fern. Kahle Stellen, Krusten, entzündete Haut oder ständiges Kopfschütteln gehören zum Tierarzt – das kann auch Räude oder Ohrmilben sein.

Milben bei Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Pferd oder Ziervogel

Tier und Umgebung behandeln

Milben sitzen nicht nur am Tier, sondern auch in Einstreu, Käfig, Stall und an Sitzstangen. Einstreu wechseln, Gehege reinigen und ein passendes Repellent-Spray auf Fell oder Gefieder und in die Umgebung sprühen – Kopf, Augen und Atemwege aussparen. Juckreiz mit Haarausfall oder Krusten lässt du tierärztlich abklären.

Rote Vogelmilbe im Hühnerstall oder Taubenschlag

Stall reinigen, Raubmilben oder Spray

Rote Vogelmilben sitzen tagsüber in Ritzen und saugen nachts Blut. Den Befall erkennst du mit weißem Klebeband an den Sitzstangen. Erst ausmisten, Kotbretter und Ritzen gründlich säubern, dann Raubmilben ausbringen oder Tiere und Sitzstangen mit Repellent-Spray behandeln – nicht beides gleichzeitig. Geht es den Hühnern schlecht, frag deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Helle Sprenkel und feine Gespinste an Zimmer- und Gewächshauspflanzen

Spinnmilben: Raubmilben oder Spritzmittel

Spinnmilben saugen an den Blattunterseiten und lieben warme, trockene Heizungsluft. Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) sind auf die Gemeine Spinnmilbe spezialisiert. Alternativ ein Pflanzenschutzmittel, das für diesen Bereich gegen Spinnmilben zugelassen ist: das Schädlingsfrei-Spray für Zierpflanzen in Zimmer und Gewächshaus, Kiron Milben-Ex nur im Gewächshaus. Nicht zusammen mit Raubmilben einsetzen.

Spinnmilben an Gemüse, Obst und Zierpflanzen im Garten

Nützlinge oder Netzschwefel

Im Garten helfen Raubmilben (Amblyseius californicus) und Florfliegenlarven, die Spinnmilben samt Eiern fressen. Ein Netzschwefel-Präparat setzt du nur in den Kulturen ein, für die es zugelassen ist, und nicht gleichzeitig mit Nützlingen. Stark befallene Triebe schneidest du ab.

Mehl, Müsli oder Tierfutter wirkt staubig und riecht süßlich

Vorratsmilben: entsorgen und trocken lagern

Das sind meist Mehl- oder andere Vorratsmilben. Sie brauchen Feuchtigkeit und vermehren sich kaum, wenn die Luftfeuchte unter 60 % liegt. Befallene Vorräte entsorgen, Schrank aussaugen und trocken auswischen, Vorräte künftig kühl, trocken und in dicht schließenden Dosen lagern. Lebensmittel nie mit Sprays behandeln.

Kleine rote Milben an Fensterbank, Hauswand oder Balkon

Meist Lästlinge von Rasen oder Dach

Leuchtend rote Mini-Milben im Frühsommer sind meist Mauer- oder Klee-Spinnmilben, die von Rasenflächen oder bewachsenen Flachdächern einwandern. Sie leben von Pflanzen und Pollen, nur die Mauermilbe sticht gelegentlich. Eingedrungene Tiere absaugen, Fensterritzen abdichten; ein Kies- oder Pflanzstreifen statt Rasen direkt an der Hauswand hält sie dauerhaft fern.

Alle Methoden im Vergleich

Ob Bett, Tier oder Pflanze: Entscheidend ist, die Milbenart und ihre Verstecke zu kennen. Hygiene und Raumklima wirken auf Dauer, Repellents halten Milben fern, Raubmilben und Pflanzenschutzmittel bekämpfen Spinnmilben. Bei Hautveränderungen am Tier entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Raumklima (Luftfeuchte unter 60 %) Hausstaub- und Vorratsmilben brauchen feuchte Luft; unter 60 % relativer Luftfeuchte vermehren sie sich kaum. Schlafzimmer, Vorratsschrank, Keller Regelmäßig stoßlüften, Luftfeuchte mit einem Hygrometer kontrollieren. Spinnmilben mögen es dagegen trocken – Pflanzen im Winter nicht direkt über die Heizung stellen.
Waschen (60 °C) und Einfrieren Hitze und Frost töten Milben in Textilien. Bettwäsche, Bezüge, Kissen, Kuscheltiere, Decken für Haustiere Was nicht heiß gewaschen werden kann, in einem Beutel mindestens 2 Tage bei –18 °C einfrieren. Den Milbenkot entfernt erst das anschließende Waschen oder Ausklopfen.
Milbendichter Matratzenbezug (Encasing) Ein dichtes Gewebe trennt dich von Milben und Milbenkot in der Matratze. Hausstaubmilben-Allergie, neue oder ältere Matratzen Bezug regelmäßig bei 60 °C waschen. Kissen und Decke ebenfalls regelmäßig waschen.
Repellent-Spray (Geraniol oder Zitroneneukalyptus) Der Duftstoff vertreibt Milben und hält sie von Fell, Gefieder, Liegeplätzen oder Textilien fern. Vorbeugend vor dem Freigang, auf Liegeplätzen, im Käfig und Stall, auf Matratze und Sofa Regelmäßig wiederholen, Kopf, Augen und Atemwege der Tiere aussparen. Ersetzt keine tierärztliche Behandlung von Räude, Ohrmilben oder Hautentzündungen.
Kontaktspray mit Insektizid (Textilien) Der Wirkstoff tötet Milben, die direkt getroffen werden. Matratzen, Polster und Bettwäsche bei starkem Befall Nicht auf Tiere oder Haut sprühen, danach lüften. Den allergenen Kot entfernt es nicht – anschließend saugen und waschen.
Raubmilben (Nützlinge) Spezialisierte Raubmilben fressen Spinnmilben bzw. Rote Vogelmilben samt Eiern und Jungtieren. Spinnmilben an Zimmer-, Gewächshaus- und Gartenpflanzen; Rote Vogelmilbe im Stall Mindestens 6 Wochen vor und nach dem Einsatz keine chemischen Mittel. Spinnmilben-Raubmilben mögen 18–25 °C und eher feuchte Luft. Bei starkem Befall nach 2–3 Wochen nachlegen.
Florfliegenlarven (Nützlinge) Die Larven fressen Blattläuse, aber auch Spinnmilben und deren Eier. Gemischter Befall an Pflanzen in Garten, Gewächshaus und Wintergarten Direkt auf befallene Pflanzen geben; im Freien erst ab etwa 15 °C am Tag. Nicht mit Spritzmitteln kombinieren.
Pflanzenschutzmittel gegen Spinnmilben Akarizide Wirkstoffe wie Fenpyroximat, Netzschwefel oder Pyrethrine mit Rapsöl wirken auf die getroffenen Milben. Starker Spinnmilbenbefall, wenn Nützlinge nicht infrage kommen Nur in den auf dem Etikett zugelassenen Kulturen und Bereichen anwenden, Blattunterseiten mitbehandeln, Anzahl der Anwendungen beachten.
Tierärztliche Behandlung Diagnose der Milbenart und Behandlung mit Tierarzneimitteln. Krusten, kahle Stellen, Entzündungen, starker Juckreiz, Kopfschütteln, kranke Hühner Räude-, Ohr- und Haarbalgmilben leben in oder auf der Haut – dafür sind Repellent-Sprays nicht gedacht.

Entwicklung und Lebensweise: Warum Milben schnell wiederkommen

Entwicklung der Roten Vogelmilbe: ovale Eier, sechsbeinige helle Larve, achtbeinige Nymphe und vollgesogene rote Milbe mit acht Beinen
Entwicklung der Roten Vogelmilbe: ovale Eier, sechsbeinige helle Larve, achtbeinige Nymphe und vollgesogene rote Milbe mit acht Beinen

Milben sind Spinnentiere, keine Insekten. Die meisten Arten leben frei im Staub, im Boden oder auf Pflanzen, nur wenige sind Parasiten. Gemeinsam ist ihnen: Sie sind winzig, vermehren sich schnell und sitzen oft dort, wo man sie nicht sieht.

  • Vom Ei zur Milbe: Aus dem Ei schlüpft eine Larve mit sechs Beinen. Nach der Häutung zur Nymphe und bei der erwachsenen Milbe sind es acht Beine.
  • Viele Eier, kurze Entwicklung: Ein Weibchen der Hausstaubmilbe legt etwa 200 bis 300 Eier. Die Rote Vogelmilbe braucht bei 24–28 °C nur rund 7 bis 10 Tage vom Ei zur erwachsenen Milbe.
  • Feuchtigkeit entscheidet: Hausstaub- und Mehlmilben entwickeln sich erst bei hoher Luftfeuchte von etwa 60 bis 70 % und mehr. Spinnmilben dagegen vermehren sich besonders stark in warmer, trockener Luft.
  • Verstecke statt Wirt: Rote Vogelmilben sitzen tagsüber in Ritzen des Stalls und kommen nur nachts zum Blutsaugen. Ohne Blutmahlzeit überleben sie dort mehrere Monate.
  • Nur die Larve befällt: Bei der Herbstmilbe heften sich nur die Larven an Tier und Mensch. Nymphen und erwachsene Tiere leben im Boden.

Daraus folgt: Behandle nie nur das Tier oder nur die Pflanze – Verstecke, Raumklima und eine Wiederholung nach der Entwicklungszeit entscheiden über den Erfolg.

Welche Milbe ist das?

Die meisten Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Ort, Jahreszeit und Beschwerden verraten am schnellsten, welche Art dahintersteckt – im Zweifel lass sie anhand einer Probe bestimmen.

Hausstaubmilbe (Dermatophagoides) von oben, grauweiß mit acht Beinen
Hausstaubmilbe (Dermatophagoides) von oben, grauweiß mit acht Beinen

Hausstaubmilbe

Dermatophagoides pteronyssinus, D. farinae

Größe
0,26–0,45 mm
Erkennungs­merkmal
Oval, grauweiß bis durchsichtig, mit bloßem Auge nicht zu sehen; sticht und beißt nicht
Vorkommen
Matratzen, Kissen, Polster und Teppiche – überall, wo Hautschuppen und feuchte Wärme zusammenkommen

Was tun? Milbendichter Matratzenbezug, Bettwäsche bei 60 °C waschen, Luftfeuchte unter 60 % halten. Allergie-Beschwerden ärztlich abklären lassen.

Steckbrief im Lexikon →
Larve der Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) von oben, orangerot mit sechs Beinen
Larve der Herbstmilbe (Neotrombicula autumnalis) von oben, orangerot mit sechs Beinen

Herbstmilbe (Grasmilbe)

Neotrombicula autumnalis

Größe
Larve 0,2–0,3 mm
Erkennungs­merkmal
Larve leuchtend orangerot mit sechs Beinen, oft in Grüppchen zwischen den Zehen, an Ohrrändern oder am Bauch
Vorkommen
Wiesen, Gärten, Hecken; vor allem vom Hochsommer bis in den Herbst

Was tun? Vor dem Spaziergang Repellent-Spray verwenden, Fell danach über hellem Papier ausbürsten. Bei starkem Juckreiz oder wunden Stellen zum Tierarzt.

Steckbrief im Lexikon →
Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) von oben, rot vollgesogen mit acht Beinen
Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) von oben, rot vollgesogen mit acht Beinen

Rote Vogelmilbe

Dermanyssus gallinae

Größe
0,6–1 mm
Erkennungs­merkmal
Langoval; nüchtern grauweiß, nach dem Blutsaugen rot bis fast schwarz
Vorkommen
Ritzen und Spalten in Hühnerställen, Taubenschlägen und Volieren, Vogelnester am Haus

Was tun? Stall ausmisten und Ritzen säubern, dann Raubmilben oder Repellent einsetzen. Befall in der Wohnung: verlassene Vogelnester am Haus außerhalb der Brutzeit entfernen, bei geschützten Arten nur nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde.

Steckbrief im Lexikon →
Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) von oben, gelbgrün mit zwei dunklen Flecken und acht Beinen
Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) von oben, gelbgrün mit zwei dunklen Flecken und acht Beinen

Gemeine Spinnmilbe

Tetranychus urticae

Größe
ca. 0,5 mm
Erkennungs­merkmal
Gelbgrün mit zwei dunklen Flecken, überwinternde Weibchen orangerot; helle Saugpunkte auf den Blättern, später feine Gespinste
Vorkommen
Blattunterseiten von Zimmer-, Gewächshaus- und Gartenpflanzen, besonders bei warmer, trockener Luft

Was tun? Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) einsetzen oder ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel – nicht beides gleichzeitig. Stark befallene Blätter entfernen.

Steckbrief im Lexikon →
Mehlmilbe (Acarus siro) von oben, weißlich grau mit rötlichen Beinen
Mehlmilbe (Acarus siro) von oben, weißlich grau mit rötlichen Beinen

Mehlmilbe

Acarus siro

Größe
0,3–0,5 mm
Erkennungs­merkmal
Weißlich grau, Beine und Mundwerkzeuge rötlich; befallenes Mehl wirkt wie „lebender Staub“ und riecht süßlich
Vorkommen
Feuchtes Mehl, Getreide, Müsli und Tierfutter in Küche, Vorratsraum und Keller

Was tun? Befallene Vorräte entsorgen, Schrank aussaugen und trocken auswischen, Vorräte kühl, trocken und in dichten Dosen lagern.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten Milben loswerden

  1. Schritt 1: Milbe bestimmen

    Wo treten die Beschwerden auf – im Bett, am Tier, an Pflanzen oder in Vorräten? Weißes Klebeband an Sitzstangen, Ausbürsten über hellem Papier oder eine Lupe an der Blattunterseite zeigen dir, mit welcher Milbe du es zu tun hast.

  2. Schritt 2: Verstecke und Ursache finden

    Milben sitzen selten nur am sichtbaren Ort: in Matratzen und Polstern, in Ritzen von Stall und Käfig, an Blattunterseiten oder in feuchten Vorräten. Prüfe auch die Luftfeuchte und Vogelnester am Haus.

  3. Schritt 3: Gründlich reinigen

    Bettwäsche und Tierdecken bei 60 °C waschen, Polster saugen, Ställe ausmisten und Ritzen säubern, befallene Vorräte entsorgen und stark befallene Pflanzenteile abschneiden.

  4. Schritt 4: Gezielt behandeln

    Wähle das passende Mittel: Encasing und Raumklima bei Hausstaubmilben, Repellent für Tier und Umgebung, Raubmilben oder ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen Spinnmilben. Nützlinge nie gleichzeitig mit chemischen Mitteln einsetzen. Bei Hautveränderungen am Tier zum Tierarzt.

  5. Schritt 5: Wiederholen und vorbeugen

    Nach ein bis zwei Wochen erneut kontrollieren und je nach Mittel wiederholen. Luftfeuchte im Blick behalten, Repellent vor dem Freigang nutzen und Klebeband-Kontrollen im Stall fortführen.

Merksätze

  • Milbe ist nicht gleich Milbe – erst bestimmen, dann handeln.
  • Hausstaubmilben stechen nicht: Beschwerden macht vor allem ihr Kot.
  • Repellents vertreiben Milben – Hautkrankheiten beim Tier gehören zum Tierarzt.
  • Rote Vogelmilben sitzen tagsüber im Stall, nicht auf dem Huhn.
  • Raubmilben sind Nützlinge: nie zusammen mit chemischen Mitteln einsetzen.

Häufige Fragen zu Milben

Wie erkenne ich, welche Milben ich habe?

Am schnellsten über den Ort: Beschwerden nachts im Bett und Niesen am Morgen sprechen für Hausstaubmilben, orangerote Pünktchen an Pfoten nach dem Spaziergang für Herbstmilben, nächtliche Unruhe im Hühnerstall für die Rote Vogelmilbe, helle Sprenkel und Gespinste an Blättern für Spinnmilben, staubig wirkendes, süßlich riechendes Mehl für Mehlmilben. Mit Lupe, weißem Klebeband oder hellem Papier kannst du die Tiere oft selbst sehen. Im Zweifel lass eine Probe bestimmen.

Was hilft gegen Hausstaubmilben im Bett?

Am wirksamsten ist eine Kombination: ein milbendichter Matratzenbezug, Bettwäsche, Kissen und Decken regelmäßig bei 60 °C waschen und eine Luftfeuchte unter 60 % im Schlafzimmer. Was nicht heiß gewaschen werden kann, frierst du mindestens zwei Tage bei –18 °C ein und wäschst oder klopfst es danach aus. Ein Milbenspray für Textilien hält Milben von behandelten Flächen fern. Bei allergischen Beschwerden sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Stechen oder beißen Milben?

Hausstaubmilben stechen und beißen nicht – Beschwerden löst vor allem ihr Kot aus. Juckende Quaddeln können dagegen von Herbstmilbenlarven nach einem Aufenthalt im Gras kommen, von Roten Vogelmilben aus Vogelnestern am Haus oder von Milben, die von Haustieren übergehen. Diese Milben verlassen den Menschen meist schnell wieder und lassen sich an der Haut kaum nachweisen. Halten die Beschwerden an, lass sie ärztlich abklären.

Was hilft gegen Grasmilben bei Hund und Katze?

Die Larven der Herbstmilbe, oft Grasmilben genannt, warten im Gras und befallen vor allem Pfoten, Zehenzwischenräume, Ohrränder und Bauch. Ein Repellent-Spray vor dem Spaziergang hält sie fern; bei Katzen sprühst du es zwischen die Schulterblätter, damit sie es nicht ablecken. Liegeplätze mitbehandeln und das Fell nach dem Spaziergang über hellem Papier ausbürsten. Bei wunden oder entzündeten Stellen geh zum Tierarzt.

Wann muss ich mit meinem Tier zum Tierarzt?

Immer dann, wenn sich die Haut verändert: Krusten, Schuppen, kahle Stellen, Entzündungen, starker Juckreiz, dunkle krümelige Beläge im Ohr oder ständiges Kopfschütteln. Dahinter können Räude-, Ohr-, Pelz- oder Haarbalgmilben stecken, die eine Diagnose und Tierarzneimittel brauchen. Repellent-Sprays halten Milben fern, sie sind aber keine Behandlung solcher Erkrankungen.

Wie werde ich die Rote Vogelmilbe im Hühnerstall los?

Die Milben verstecken sich tagsüber in Ritzen, Sitzstangen und Nestern und kommen nachts zum Blutsaugen. Miste den Stall gründlich aus, kratze Kotbretter, Ritzen und Sitzstangen sauber und wechsle die Einstreu. Danach entweder Raubmilben ausbringen, die die Vogelmilben samt Eiern fressen, oder Tiere und Stall mit einem Repellent-Spray behandeln – nicht beides gleichzeitig. Weißes Klebeband an den Sitzstangen zeigt dir, ob noch Milben unterwegs sind. Rote Vogelmilben überleben ohne Blut mehrere Monate, deshalb ist auch ein leerer Stall nicht automatisch milbenfrei.

Können Vogelmilben auf Menschen übergehen?

Ja. Fehlt ihnen der Vogel, etwa wenn ein Nest am Haus verlassen wird, suchen Rote Vogelmilben auch Menschen auf und verursachen juckende Hautausschläge. Vermehren können sie sich am Menschen nicht. Wichtig ist deshalb, die Ursache zu beseitigen: verlassene Nester am Haus entfernen und Ritzen in der Nähe behandeln. Nester nur außerhalb der Brutzeit entfernen – bei geschützten Arten wie Schwalben oder Mauerseglern nur nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde.

Was hilft gegen Spinnmilben an Zimmerpflanzen?

Spinnmilben vermehren sich besonders in warmer, trockener Heizungsluft. Stell befallene Pflanzen von der Heizung weg und entferne stark befallene Blätter. Als Nützlinge helfen Raubmilben, die auf Spinnmilben spezialisiert sind – sie brauchen etwa 18 bis 25 °C und eher feuchte Luft. Alternativ gibt es Pflanzenschutzmittel, die für Zimmer- oder Gewächshauspflanzen gegen Spinnmilben zugelassen sind; dann mindestens 6 Wochen Abstand zum Einsatz von Raubmilben halten.

Kann ich Raubmilben und Spritzmittel kombinieren?

Nein, zumindest nicht gleichzeitig. Chemische Mittel töten auch die Raubmilben. Setze deshalb mindestens 6 Wochen vor und nach dem Ausbringen von Raubmilben keine Insektizide, Akarizide oder chemischen Pflanzenschutzmittel ein. Befallene Pflanzenteile abschneiden und andere Nützlinge wie Florfliegenlarven einsetzen kannst du dagegen jederzeit.

Was tun bei Milben im Mehl?

Wirkt Mehl, Müsli oder Tierfutter staubig, scheint sich zu bewegen oder riecht süßlich, sind es meist Mehl- oder andere Vorratsmilben. Entsorge alles Befallene, sauge den Schrank aus und wische ihn trocken aus. Vorratsmilben brauchen Feuchtigkeit: Lagere Vorräte kühl, trocken und in dicht schließenden Dosen und halte die Luftfeuchte unter 60 %. Befallene Lebensmittel nicht mehr essen und Lebensmittel nie mit Sprays behandeln.

Was sind die kleinen roten Milben auf der Fensterbank?

Im Frühsommer sind das meist Mauermilben oder Klee-Spinnmilben, die von Rasenflächen oder bewachsenen Flachdächern einwandern, oft an der Südseite. Sie leben von Pflanzen und Pollen und sind vor allem lästig, nur die Mauermilbe sticht gelegentlich. Sprays nur im Raum helfen wenig – dauerhaft hilft ein Kies- oder Pflanzstreifen statt Rasen direkt an der Hauswand. Die größere, samtig rote Samtmilbe im Garten sticht nicht und muss nicht bekämpft werden.

Wie lange dauert es, Milben loszuwerden?

Rechne mit mehreren Wochen. Viele Milben entwickeln sich in ein bis vier Wochen vom Ei zur erwachsenen Milbe, Eier und Verstecke werden bei einer einzigen Behandlung oft nicht erfasst. Kontrolliere deshalb nach ein bis zwei Wochen erneut und wiederhole die Maßnahme je nach Mittel. Hausstaubmilben lassen sich nicht ganz vermeiden – Raumklima und Waschen halten ihre Zahl dauerhaft niedrig.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

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