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Illustration: Alphitobius diaperinus
Aus unserer Insekten-App Alphitobius diaperinus

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Getreideschimmelkäfer bekämpfen & loswerden - Mittel gegen Getreideschimmelkäfer

Fallen, Sprays und Raumvernebler: Hier findest du Mittel gegen den Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfer in Tierfutter, Vorräten und feuchten Räumen. Was in deinem Fall hilft, zeigt dir die Schnellwahl unter den Produkten.

6 Produkte
Kauf-Ratgeber Getreideschimmelkäfer

Getreideschimmelkäfer bekämpfen: Was hilft wirklich?

Der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer braucht Wärme, Feuchtigkeit und Futterreste. Wer diese Quellen entfernt, entzieht ihm die Grundlage – Fallen und Sprays unterstützen dabei. Hier findest du die Schnellwahl, alle Methoden im Vergleich, die häufigsten Verwechslungen und einen 5-Schritte-Plan.

Zum Ratgeber Mehl- und Vorratskäfer →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Glänzend schwarze Käfer von 5–7 mm – oder doch ein Getreideplattkäfer?

Erst die Art bestimmen

Mit „Getreideschimmelkäfer“ ist meist der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer gemeint: 5–7 mm, glänzend schwarzbraun, oval und flach – er sieht aus wie ein kleiner Mehlkäfer. Manchmal wird auch der Getreideplattkäfer so genannt. Der ist nur etwa 3 mm groß, graubraun und hat sechs Zähnchen an jeder Seite des Halsschilds.

Käfer oder mehlwurmartige Larven im Tierfutter oder in Vorräten

Quelle finden und entsorgen

Der Käfer wird oft unbemerkt mit Tier- oder Vogelfutter eingeschleppt. Befallene Säcke und Packungen gut verschlossen entsorgen, den Lagerplatz aussaugen, auswischen und trocken halten. Vorräte, die du behalten willst, mindestens drei Tage bei −18 °C einfrieren. Eine Klebefalle zeigt dir danach, ob noch Käfer unterwegs sind.

Käfer im feuchten Keller, Abstellraum oder in einer feuchten Küche

Feuchtigkeit beseitigen

Der Getreideschimmelkäfer liebt Wärme und Feuchtigkeit und lebt gern in feucht gewordenem, verschimmeltem Getreide. Ursache suchen – etwa ein Leck, Kondenswasser oder eine feuchte Wand –, feuchte Vorräte und Futterreste entfernen und gut lüften. In trockenen, kühlen Räumen entwickelt er sich kaum.

Käfer und Larven im Hühner- oder Geflügelstall

Fachbetrieb beauftragen

Im Stall vermehrt sich der Käfer in Einstreu, Futterresten, Ritzen und Dämmplatten. Er kann Salmonellen und E. coli verbreiten, seine Larven zerstören Isoliermaterial. Ställe abdichten, Futterreste und Einstreu konsequent entfernen und die Bekämpfung einem Fachbetrieb überlassen – am wirksamsten vor dem Einstallen, wenn der Stall schon warm ist. Insektizide im Tierbereich nur mit passender Zulassung und nach Etikett.

Käfer in Ritzen, Fugen und hinter Schränken in der Wohnung

Kontaktspray auf die Verstecke

Nach dem Aussaugen ein Insektenspray gezielt in Fugen, Ritzen und Verstecke sprühen. Lebensmittel, Tierfutter und Geschirr vorher wegräumen, nie auf Lebensmittel oder Arbeitsflächen sprühen und danach gut lüften. Larven in Futter oder Dämmung erreicht ein Spray nicht.

Starker Befall in einem leeren Vorrats- oder Kellerraum

Raumvernebler nach Räumung

In einem leeren, geschlossenen Raum erreicht ein Vernebler frei laufende Käfer – nicht die Larven in Ritzen, Futter oder Dämmung. Lebensmittel und Tierfutter vorher vollständig entfernen, Haustiere aus dem Raum bringen, die Raumgröße laut Etikett beachten, danach gründlich lüften und reinigen.

Alle Methoden im Vergleich

Futterreste entfernen und Feuchtigkeit beseitigen bekämpfen die Ursache. Fallen zeigen, wo noch Käfer unterwegs sind. Sprays und Vernebler treffen frei laufende Tiere – nicht die Larven in Futter, Ritzen oder Dämmung.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Entsorgen und Reinigen Befallenes Futter und befallene Vorräte samt Larven verlassen das Haus, Ritzen und Ecken werden ausgesaugt. Bei jedem Befall – die Grundlage jeder Bekämpfung Besonders Tier- und Vogelfutter prüfen. Staubsaugerbeutel sofort entsorgen.
Trockenlegen und Lüften Ohne Feuchtigkeit und Schimmel findet der Käfer schlechte Lebensbedingungen. Feuchte Keller, Abstellräume und Küchen Ursache der Feuchtigkeit beheben, feuchte und schimmelige Vorräte entsorgen.
Einfrieren oder Erhitzen Kälte oder Hitze töten alle Stadien in Vorräten, die du behalten möchtest. Verschlossene Vorräte mit Befallsverdacht Mindestens drei Tage bei −18 °C einfrieren oder eineinhalb bis zwei Stunden bei 60–80 °C im Backofen erhitzen.
Klebefalle mit Lockstoff Kriechende Käfer bleiben auf der Klebefläche haften. Befall erkennen und Erfolg kontrollieren Ein Kontrollmittel, keine alleinige Lösung. Universal-Falle ohne speziellen Lockstoff für diesen Käfer.
Kontaktspray Trifft Käfer, die mit dem behandelten Versteck in Berührung kommen. Ritzen, Fugen und Verstecke in der Wohnung – nach der Reinigung Nie auf Lebensmittel, Tierfutter oder Arbeitsflächen sprühen. Danach lüften.
Raumvernebler Der Wirkstoffnebel verteilt sich im geschlossenen Raum und trifft frei laufende Käfer. Starker Befall in leeren Vorrats- oder Kellerräumen Erreicht keine Larven in Futter, Ritzen oder Dämmung. Raum vorher räumen, Raumgröße laut Etikett beachten, danach gründlich lüften.
Fachbetrieb im Stall Abdichten, Einstreu- und Futtermanagement und eine zugelassene Behandlung aus einer Hand. Geflügel- und Schweineställe, Futtermittellager Am wirksamsten vor dem Einstallen, wenn der Stall schon warm ist und die Käfer aktiv sind.

Vom Ei zum Käfer: So lebt der Getreideschimmelkäfer

Entwicklung des Getreideschimmelkäfers: weiße Eier, glänzend gelbbraune mehlwurmartige Larve, helle Puppe und glänzend schwarzbrauner Käfer neben Futterpellets und Stroh
Entwicklung des Getreideschimmelkäfers: weiße Eier, glänzend gelbbraune mehlwurmartige Larve, helle Puppe und glänzend schwarzbrauner Käfer neben Futterpellets und Stroh

Getreideschimmelkäfer brauchen Wärme und Feuchtigkeit. In warmen Ställen und feuchten Räumen entwickeln sie sich schnell, in kühlen Wohnungen kaum.

  • Eier: Ein Weibchen kann im Laufe seines Lebens mehr als 2.500 Eier legen – in kleinen Schüben direkt an Futter oder Einstreu.
  • Larve: 12–15 mm lang, mehlwurmartig und glänzend gelbbraun mit dunklen Segmentgrenzen. Zum Verpuppen bohren sich die Larven auch in Dämmstoffe.
  • Entwicklungsdauer: Bei 25 °C rund sechs Wochen, bei 20 °C etwa 13 bis 14 Wochen, bei 6–10 °C fast ein Jahr. Bei 15 °C legen die Weibchen keine Eier mehr.
  • Käfer: 5–7 mm, glänzend schwarzbraun, flach und oval. Die Käfer können bis zu drei Jahre alt werden. In unseren Breiten fliegen sie kaum und überleben den Winter im Freien nicht.

Daraus folgt: Wer Futterreste entfernt und Feuchtigkeit beseitigt, verschlechtert die Lebensbedingungen des Käfers deutlich.

Getreideschimmelkäfer oder ein anderer Käfer?

Der Name wird für zwei verschiedene Käfer benutzt, und der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer sieht aus wie ein kleiner Mehlkäfer. Größe und Farbe helfen bei der Bestimmung.

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus) von oben
Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus) von oben

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer

Alphitobius diaperinus

Größe
5–7 mm, Larve 12–15 mm
Erkennungs­merkmal
Glänzend schwarzbraun, flach und oval; Halsschild hinten am breitesten. Larven mehlwurmartig, gelbbraun mit dunklen Ringen
Vorkommen
Geflügel- und Schweineställe, Futtermittellager, feuchte Küchen und Keller, feucht gewordenes Getreide

Was tun? Futterreste entfernen, Feuchtigkeit beseitigen; in Ställen einen Fachbetrieb beauftragen.

Steckbrief im Lexikon →
Mehlkäfer (Tenebrio molitor) von oben
Mehlkäfer (Tenebrio molitor) von oben

Mehlkäfer

Tenebrio molitor

Größe
12–18 mm, Larve bis 30 mm
Erkennungs­merkmal
Deutlich größer, gestreckt, oben braun bis schwarzbraun; die Larve ist der gelbbraune Mehlwurm
Vorkommen
Mehl- und Getreidereste, Tierfutter, Dachböden mit Vogelnestern

Was tun? Passende Mittel findest du in der Kategorie Mehlkäfer.

Steckbrief im Lexikon →
Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis) von oben
Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis) von oben

Getreideplattkäfer

Oryzaephilus surinamensis

Größe
2,5–3,5 mm, Larve 3–4 mm
Erkennungs­merkmal
Wird manchmal ebenfalls Getreideschimmelkäfer genannt: sehr flach, graubraun, an jeder Seite des Halsschilds sechs Zähnchen
Vorkommen
Haferflocken, Müsli, Mehl, Nüsse, Trockenobst – meist in Küche und Speisekammer

Was tun? Sein Gegenspieler ist das Ameisenwespchen – passende Mittel in der Kategorie Getreideplattkäfer.

Steckbrief im Lexikon →

In 5 Schritten Getreideschimmelkäfer loswerden

  1. Schritt 1: Art bestimmen

    Glänzend schwarzbraun und 5–7 mm? Dann ist es sehr wahrscheinlich der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer. Winzige, flache graubraune Käfer sind eher Getreideplattkäfer.

  2. Schritt 2: Quelle finden und entsorgen

    Tier- und Vogelfutter, Getreide und andere Vorräte prüfen. Befallenes gut verschlossen entsorgen, Vorräte, die du behalten willst, mindestens drei Tage bei −18 °C einfrieren.

  3. Schritt 3: Feuchtigkeit beseitigen

    Leck, Kondenswasser oder feuchte Wände beheben, feuchte und schimmelige Vorräte entfernen, Räume gut lüften.

  4. Schritt 4: Gezielt behandeln

    Ritzen und Verstecke aussaugen und bei Bedarf ein Kontaktspray verwenden – nie auf Lebensmittel oder Tierfutter. Im Stall einen Fachbetrieb beauftragen. Jedes Mittel nach Etikett anwenden.

  5. Schritt 5: Vorbeugen und kontrollieren

    Futter in dicht schließenden Behältern trocken lagern, Futterreste regelmäßig entfernen und eine Klebefalle zur Kontrolle stehen lassen.

Merksätze

  • Glänzend schwarz, 5–7 mm, sieht aus wie ein kleiner Mehlkäfer: Das ist meist der Getreideschimmelkäfer.
  • Die Quelle steckt oft im Tier- oder Vogelfutter.
  • Feuchtigkeit und Futterreste sind seine Lebensgrundlage – beides entfernen.
  • Im Stall kann er Salmonellen verbreiten: Bekämpfung dort einem Fachbetrieb überlassen.
  • Sprays gehören in Ritzen und Verstecke – nie auf Lebensmittel oder Tierfutter.

Häufige Fragen zum Getreideschimmelkäfer

Was ist ein Getreideschimmelkäfer?

Meist ist der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus) gemeint, ein 5–7 mm großer Schwarzkäfer. Er lebt vor allem in Geflügel- und Schweineställen, Futtermittellagern und feuchten Räumen. Seine Larven werden auch als Futtertiere unter dem Namen Buffalowürmer verkauft. Manchmal wird auch der Getreideplattkäfer Getreideschimmelkäfer genannt.

Ist der Getreideschimmelkäfer gefährlich?

Er sticht und beißt nicht. In Ställen kann er aber Salmonellen, E. coli und für Geflügel krankmachende Viren verbreiten. Befallene Lebensmittel und befallenes Futter deshalb entsorgen und im Stall einen Fachbetrieb beauftragen.

Woher kommen Getreideschimmelkäfer in der Wohnung?

Meist werden sie mit Tier- oder Vogelfutter eingeschleppt, seltener mit feucht gewordenen Vorräten. Im Freien überleben sie den Winter in unseren Breiten nicht – in der Wohnung halten sie sich vor allem dort, wo es warm und feucht ist und Futterreste liegen.

Getreideschimmelkäfer oder Mehlkäfer – wie unterscheide ich sie?

Der Getreideschimmelkäfer ist mit 5–7 mm deutlich kleiner und glänzend schwarzbraun. Der Mehlkäfer wird 12–18 mm groß. Auch die Larven unterscheiden sich in der Größe: 12–15 mm beim Getreideschimmelkäfer, bis 30 mm beim Mehlwurm.

Wie werde ich Getreideschimmelkäfer los?

Befallenes Futter und befallene Vorräte entsorgen, Ritzen aussaugen, Feuchtigkeit beseitigen und Futter trocken und dicht lagern. Ein Kontaktspray für Verstecke und eine Klebefalle zur Kontrolle unterstützen dabei. In Ställen übernimmt die Bekämpfung am besten ein Fachbetrieb.

Gibt es Nützlinge gegen den Getreideschimmelkäfer?

In unserem Sortiment nicht. Lagerpiraten sind auf Reismehl- und Speckkäfer abgestimmt, das Ameisenwespchen auf den Getreideplattkäfer.

Können Getreideschimmelkäfer fliegen?

In Mitteleuropa wurde bisher kaum Flug beobachtet, in den Tropen fliegen sie. Bei uns laufen sie meist.

Was tun bei Getreideschimmelkäfern im Hühnerstall?

Futterreste und Einstreu konsequent entfernen, Ritzen und Fugen in Wänden, Decken und Böden abdichten und die Bekämpfung einem Fachbetrieb überlassen. Am wirksamsten ist sie vor dem Einstallen, wenn der Stall schon warm ist und die Käfer aktiv sind.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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