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Florfliegenlarven kaufen - Florfliegen Nützlinge bestellen

Florfliegenlarven fressen vor allem Blattläuse, dazu Thripse, Spinnmilben und andere kleine Insekten an Zimmer-, Balkon- und Gewächshauspflanzen. Wie viele du brauchst, ab welcher Temperatur sie arbeiten und wann ein anderer Nützling besser passt, zeigt dir die Schnellwahl.

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Kauf-Ratgeber Florfliegenlarven

Florfliegenlarven kaufen: So setzt du die Blattlauslöwen richtig ein

Florfliegenlarven – auch Blattlauslöwen genannt – sind räuberische Larven der Gemeinen Florfliege. Sie fressen vor allem Blattläuse, dazu Thripse, Spinnmilben und andere kleine Insekten an Zimmer-, Balkon- und Gewächshauspflanzen. Hier erfährst du, wann sie passen, wann ein spezialisierter Nützling besser ist und wie du sie richtig ausbringst. Weitere Helfer findest du bei den Nützlingen.

Zum Ratgeber Blattläuse →

Schnellwahl: Was ist deine Situation?

Thripse oder Weiße Fliege im Wintergarten oder in der Wohnung

Florfliegenlarven helfen mit – gezielter sind Spezialisten

Florfliegenlarven fressen auch Thripse und andere kleine Insekten. Bei einem deutlichen Befall wirken spezialisierte Nützlinge gezielter: Raubmilben (Neoseiulus cucumeris) gegen Thripse, Encarsia-Schlupfwespen gegen die Larven der Weißen Fliege – sie brauchen mindestens 18 °C.

Draußen auf Balkon, Terrasse oder im Beet

Nur bei passender Witterung

Im Freien sollte es tagsüber mindestens 15 °C warm sein und nachts nicht unter etwa 8 °C fallen – auf dem Balkon also etwa von März bis September. Bei starker Hitze, Regen oder Wind die Larven lieber am Abend in geschützte, dichte Pflanzenbereiche geben.

Nach zwei Wochen sind wieder neue Läuse da

Florfliegenlarven erneut ausbringen

Die Larven fressen nur, solange sie Larven sind – nach 8 bis 18 Tagen verpuppen sie sich. Die erwachsenen Florfliegen fressen keine Blattläuse mehr. Bei starkem Befall bringst du deshalb nach zwei bis drei Wochen eine weitere Packung aus.

Florfliegenlarven und andere Methoden im Vergleich

Florfliegenlarven sind Allrounder gegen weichhäutige Pflanzenschädlinge. Gegen einzelne Schädlinge gibt es spezialisierte Nützlinge, gegen leichten Befall reichen oft schon einfache Handgriffe.

MethodeSo wirkt esWann sinnvollDarauf achten
Florfliegenlarven Die Larven packen ihre Beute mit gebogenen Saugzangen und saugen sie aus. Blattläuse, auch Thripse, Spinnmilben, Woll- und Schmierläuse – auch wenn mehrere Schädlinge gleichzeitig auftreten Ideal 18–26 °C, draußen tagsüber mindestens 15 °C. Ameisen fernhalten. Bei Bedarf nach zwei bis drei Wochen wiederholen.
Abstreifen und Abbrausen Blattläuse werden mit der Hand abgestreift oder mit einem kräftigen Wasserstrahl abgespült. Leichter Befall an einzelnen Trieben Wirkt sofort, aber nur auf die Tiere, die du erwischst. Nach einigen Tagen kontrollieren und wiederholen.
Raubmilben Spezialisierte Milben jagen ihre Beute auf den Blättern. Spinnmilben (Phytoseiulus, Amblyseius californicus) oder Thripse (Neoseiulus cucumeris) Die passende Art wählen. Meist 18–25 °C, eher feuchte Luft, Pflanzen sollten sich berühren.
Encarsia-Schlupfwespen Legen ihre Eier in die Larven der Weißen Fliege. Weiße Fliege in Wintergarten, Gewächshaus und Wohnung Mindestens 18 °C. Sechs Wochen vor und nach dem Einsatz keine Gelbtafeln und keine chemischen Pflanzenschutzmittel.
Gelbtafeln Gelbe Leimtafeln fangen fliegende Schädlinge. Zur Kontrolle, ob und wie stark geflügelte Schädlinge fliegen Kein Mittel gegen Blattlauskolonien. Fangen auch Nützlinge – nicht zusammen mit Schlupfwespen einsetzen.

Vom Ei zur Florfliege: So entwickeln sich die Blattlauslöwen

Entwicklung der Gemeinen Florfliege: gestielte Eier unter einem Blatt, Florfliegenlarve beim Aussaugen einer Blattlaus, weißer Kokon am Stängel und erwachsene grüne Florfliege mit durchsichtigen Netzflügeln
Entwicklung der Gemeinen Florfliege: gestielte Eier unter einem Blatt, Florfliegenlarve beim Aussaugen einer Blattlaus, weißer Kokon am Stängel und erwachsene grüne Florfliege mit durchsichtigen Netzflügeln

Gegen Blattläuse arbeiten nur die Larven. Wer die Entwicklung kennt, versteht, warum Florfliegenlarven wiederholt ausgebracht werden.

  • Eier: Die Florfliege legt ihre Eier einzeln auf dünne, lange Stiele, meist an Blätter in der Nähe von Blattlauskolonien.
  • Larve: Die Larven werden 5 bis 10 mm lang, sind gelblich-weiß mit rotbrauner Zeichnung und tragen große, gebogene Saugzangen. Sie durchlaufen drei Larvenstadien und fressen dabei mehrere hundert Blattläuse.
  • Kokon: Nach 8 bis 18 Tagen spinnt sich die Larve in einen kleinen, weißen, runden Kokon ein und verpuppt sich.
  • Florfliege: Die erwachsene Florfliege ist 10 bis 15 mm lang, zartgrün mit goldglänzenden Augen und großen, durchsichtigen Netzflügeln. Sie ernährt sich von Pollen, Nektar und Honigtau – nicht von Blattläusen.

Daraus folgt: Die gelieferten Larven fressen rund zwei Wochen lang. Für einen länger anhaltenden Befall planst du eine zweite Ausbringung ein. Mehr zur Art im Lexikon-Steckbrief Gemeine Florfliege.

In 5 Schritten Florfliegenlarven richtig einsetzen

  1. Schritt 1: Befall erkennen

    Kontrolliere Triebspitzen und Blattunterseiten auf Blattläuse, klebrigen Honigtau, Thripse oder feine Gespinste. Florfliegenlarven passen vor allem bei Blattläusen und wenn mehrere Schädlinge gleichzeitig auftreten.

  2. Schritt 2: Ameisen fernhalten

    Laufen Ameisen an der Pflanze, unterbinde das zuerst – sie schützen die Blattläuse und vertreiben die Larven.

  3. Schritt 3: Zum richtigen Zeitpunkt ausbringen

    Am besten abends oder früh morgens ohne direkte Sonne. Drinnen sind 18–26 °C ideal, draußen tagsüber mindestens 15 °C und nachts nicht unter etwa 8 °C.

  4. Schritt 4: Larven verteilen

    Beutel aufreißen und den Inhalt über die befallenen Pflanzen schütteln. Bei eng stehenden Pflanzen den angerissenen Beutel einfach in die Pflanze hängen – die Larven verteilen sich selbst.

  5. Schritt 5: Kontrollieren und wiederholen

    Nach etwa zwei Wochen prüfen: Sind noch viele Läuse da, eine weitere Packung ausbringen. Keine Insektizide gleichzeitig einsetzen.

Merksätze

  • Nur die Larven fressen Blattläuse – die erwachsenen Florfliegen nicht.
  • Ameisen und Florfliegenlarven vertragen sich nicht: erst die Ameisen fernhalten.
  • Abends oder früh morgens ausbringen, nicht in praller Sonne.
  • Ein Beutel reicht für etwa fünf bis acht Pflanzen; bei starkem Befall nach zwei bis drei Wochen nachlegen.
  • Gegen Spinnmilben, Thripse oder Weiße Fliege wirken Spezialisten oft gezielter.

Häufige Fragen zu Florfliegenlarven

Was fressen Florfliegenlarven?

Vor allem Blattläuse – daher der Name Blattlauslöwe. Außerdem fressen sie andere kleine, weichhäutige Tiere wie Thripse, Spinnmilben, junge Woll- und Schmierläuse, Zikadeneier und kleine Raupen. Eine Larve frisst in ihrer Entwicklung mehrere hundert Blattläuse.

Wie viele Florfliegenlarven brauche ich?

Ein Beutel reicht je nach Pflanzengröße für etwa fünf bis acht befallene Pflanzen. Bei vielen eng stehenden Pflanzen, etwa im Gewächshaus, hängst du die angerissenen Beutel direkt in die Pflanzen. Bei starkem Befall nach zwei bis drei Wochen eine weitere Packung ausbringen.

Ab welcher Temperatur kann ich Florfliegenlarven einsetzen?

In Wohnung und Wintergarten sind 18–26 °C ideal. Draußen sollte es tagsüber mindestens 15 °C warm sein und nachts nicht unter etwa 8 °C fallen. Auf dem Balkon ist das meist von März bis September der Fall.

Wie lange leben Florfliegenlarven?

Die Larvenzeit dauert je nach Temperatur 8 bis 18 Tage. Danach verpuppen sich die Larven in einem kleinen weißen Kokon. Die erwachsenen Florfliegen fressen keine Blattläuse mehr, sondern Pollen, Nektar und Honigtau.

Können Florfliegenlarven beißen?

Gelangt eine Larve auf die Haut, kann sie gelegentlich mit ihren Saugzangen zwicken. Das ist spürbar, aber nicht giftig. Menschen gehören nicht zu ihrer Beute – sie suchen auf den Pflanzen nach Blattläusen und anderen kleinen Insekten.

Warum funktionieren Florfliegenlarven nicht, wenn Ameisen da sind?

Ameisen melken die Blattläuse wegen ihres süßen Honigtaus und verteidigen sie gegen Fressfeinde. Florfliegenlarven werden dabei angegriffen oder vertrieben. Halte die Ameisen deshalb zuerst von den Pflanzen fern.

Florfliegen in der Wohnung – muss ich etwas tun?

Nein. Erwachsene Florfliegen suchen im Herbst gern Gebäude auf, um dort zu überwintern. Sie richten keinen Schaden an und fressen keine Vorräte. Lass sie im Frühjahr einfach durchs offene Fenster nach draußen.

Wie lange halten Florfliegenlarven nach der Lieferung?

Nur kurz – sie sind lebende Tiere. Bring sie möglichst am Liefertag aus. Geht das nicht, lagere den Beutel höchstens ein bis zwei Tage kühl bei etwa 4–10 °C, aber nicht im Gefrierfach.

Nützlinge sind lebende Tiere: nach der Gebrauchsanleitung verwenden, möglichst am Liefertag ausbringen und nicht gleichzeitig mit Insektiziden einsetzen.

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